Das Holzhäuschen auf dem Marktplatz, nutzt der Integrationsbeirat derzeit als Anlaufstelle für Integrationsfragen. Jetzt soll ein Anhänger angeschafft werden.Archivfoto: Jansen Foto: Schwarzwälder Bote

Integrationsbeirat: Mobiler Anhänger soll angeschafft werden, um auch in Stadtteilen Projekte vorzustellen

Rottenburg. Das Holzhäuschen auf dem Marktplatz, welches der Integrationsbeirat derzeit als Anlaufstelle für Integrationsfragen nutzt, hat sich bewährt. Dies berichtete Daniel Setzler in der jüngsten Sitzung des Integrationsbeirates am Dienstagabend.

Nun will der Integrationsbeirat gemeinsam mit der Stadt Rottenburg einen mobilen Anhänger anschaffen, mit dem sich Integrationsprojekte und der Integrationsbeirat auch in den Stadtteilen vorstellen können. Die Finanzierung des Anhängers wird der Integrationsbeirat mit 5000 Euro übernehmen, den Restbetrag will die Stadt finanzieren. Gekauft werden soll ein neuer Anhänger, da die Kosten für ein gebrauchtes Modell nurmehr 30 Euro günstiger sind. Die Gesamtkosten werden 6370 Euro betragen.

In der Pilotphase der Anlaufstelle für Integration wurde auf dem Marktplatz ein Holzhäuschen genutzt, welches rege besucht wurde. Daniel Setzler und einige Mitarbeiter der Stadt wie etwa die Integrationsbeauftragte Ourania Kougioumtzidou kamen mit Bürgern ins Gespräch. Aufgrund der Corona-Pandemie ist das Holzhäuschen derzeit geschlossen. Daniel Setzler als Sprecher des Integrationsbeirates berichtete, dass es auch bedrohliche Situationen am Häusle gegeben habe, etwa als Rechtsextreme sich rassistisch äußerten und Setzler bedrohten. Daher will man künftig zu zweit an der Anlaufstelle für Integration arbeiten.

Für Bürgermeister Hendrik Bednarz hat sich die Anlaufstelle auf dem Marktplatz bewährt. Zwei Wochen lang wurde es mit Leben gefüllt, diente als Anlaufstelle für die Integrationsarbeit und war eine gute Möglichkeit, Vereine und deren Integrationsprojekte vorzustellen. Setzlers Rückblick fiel trotz der bedrohlichen Situationen positiv aus. "Das Häusle wurde gut genutzt, es ist eine gute Sache, um auf unsere Arbeit aufmerksam zu machen." Setzler dankte auch dem Team der Stadt. So sei die Anlaufstelle im Häusle zu einer sehr erfolgreichen Aktion geworden.

Das Begegnungshäuschen sei bunt und immer noch bunter geworden, da die Vereine und der Integrationsbeirat es schön gestaltet hätten. Ziel sei es gewesen, mit den Bürgern in Dialog über Integrationsthemen zu kommen. Dies sei gelungen. Die Mitglieder des Integrationsbeirates hätten nicht zuletzt ihr Netzwerk erweitern können. Auch konnten Veranstaltungen angekündigt werden, etwa die Wochen gegen Rassismus.

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