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Rottenburg "Adventlicher Seelenbalsam" dank Musik

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Die Württembergische Philharmonie Reutlingen weckt mit ihren Stücken Erinnerungen bei den Zuhörern. Foto: Beyer Foto: Schwarzwälder Bote

Rottenburg. Als "Adventlicher Seelenbalsam" war das Konzert mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen (WPR) angekündigt worden. Die vom "„Nikolausmarkt am Dom" beabsichtigte vorweihnachtliche Stimmung in der historischen Altstadt hinzugenommen, ergab sich aufgrund der Qualität des Profiorchesters und ihren Ausführungen recht schnell eine beruhigende und durchaus andachtsvolle Stimmung in der Zehntscheuer.

Bei so manchen der älteren Besuchern dürften die beim Konzert vorgetragenen Weihnachtslieder wie "O Tannenbaum" Erinnerungen bis in die Kinderzeit wach gerufen haben. Schließlich war das von den Veranstaltern wohl auch bezweckt, die das Konzert mit "Für Menschen mit Demenz und ihre Weggefährten" betitelt hatten. Gleich nach der Begrüßung durch Gerlinde Dippon von der WPR-Intendanz intonierte das aus Violinen und Violas, zwei Celli, Kontrabass sowie einem Cembalo besetzte, so genannte B-Orchester, das den meisten wohl noch bestens in Erinnerung gebliebene Weihnachtslied "Kling, Glöckchen, klingelingeling". Das Ensemble selbst zeigte bestens aufgestellt, was die Qualitäten im Tutti und ganz sicher bei den Solisten angeht.

Violinen stechen hervor

Hier stachen besonders die beiden Geiger in den Ersten Violinen hervor: Fabian Wettstein und Timo de Leo, wobei Letztgenannter als Konzertmeister das Konzert durch seine eloquent-informative Moderation zudem aufwertete.

Die aufgeführten Werke waren mit Ausnahme von Tschaikowskis Walzer aus seiner Streicherserenade C-Dur (im 5/4-tel Taktmaß) sowie W.A. Mozarts in dessen typisch lieblich-prägnanter Art erscheinenden "Eine kleine Nachtmusik" der Gattung Barockmusik zuzuordnen. Wie das Vivace aus Johann Sebastian Bachs "Konzert für zwei Violinen (BWV 1043)", mit einer Art beeindruckendem Wettstreit der beiden genannten Musiker.

Ja, und da gab es noch ein sehr frühes Werk, das die sequenzierte Musik wie sie etwa beim Techno erscheint, eigentlich schon um Jahrhunderte vorweggenommen hat, nämlich Johann Pachelbels "Kanon in D-Dur". Der obligate, aus Violen, Streichbass und Cembalo zusammengesetzte "Basso Continuo" spielt hier minutenlang durchweg, aber leicht variiert das aus nur zwei Tönen bestehende Klanggerüst als Basis für die Violinen, die das Thema ständig variiert melodisch verzieren und kunstvoll ausinterpretieren – mit geradezu magischer Wirkung, oder schlichtweg Seelenbalsam. So wie auch das Zugabestück: Edvard Griegs elegisch gehaltenes "Solveig-Lied".

Die Veranstalter des frei zugänglichen Konzerts waren die Stadt Rottenburg mit dem WPR und der Unterstützung vom Netzwerk Demenz, der Lechler-Stiftung, der Gerontopsychiatrischen Beratungsstelle Rottenburg sowie dem Bezirks- und Kreisseniorenrats.

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