Die Ortsgruppe Mönchweiler des Roten Kreuzes hat der Fusion zugestimmt. Die Vereinsleitung mit Schriftführerin Moana Kretschmer (von links), Jugendgruppenleiter Steffen Schunicht, der Vorsitzenden Sandra Banschbach und Kassiererin Melanie Thumer wartet gespannt auf das Votum des Ortsvereins Königsfeld. Foto: Rainer Bombardi

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder für diesen Schritt aus. Die Gründe sind vielfältig. Nun steht noch der Beschluss der Mitglieder aus der Nachbargemeinde aus.

Einen historischen Moment in der Vereinsgeschichte erlebten die Anwesenden während der Dienstversammlung der Ortsgruppe Mönchweiler des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

 

Im Landgasthof Adler leiteten die Mitglieder im 90. Jahr nach der Gründung ihrer Ortsgruppe einstimmig die Fusion mit dem DRK-Ortsverein aus Königsfeld ein.

Der Zusammenschluss ist mit dem Kreisverband Villingen-Schwenningen abgestimmt, für den der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Wieland Merz und der stellvertretende Kreisgeschäftsführer Daniel Pfaff an der Sitzung teilnahmen. Die Fusion erfolgt unter Vorbehalt einer Zustimmung der Mitglieder des Ortsvereins in Königsfeld.

In ihrem Bericht führte die Vorsitzende Sandra Banschbach die zunehmende Bürokratie in Kombination mit der schwindenden Bereitschaft, sich in ehrenamtlicher Funktion zu engagieren, als Gründe für diesen Schritt an. Die Anzahl von nur neun Aktiven, der überraschende Weggang des Fachbereichleiters Bereitschaft im vergangenen Vereinsjahr und der Rückzug von Jürgen Lehmann als jahrzehntelanger Organisator der Blutspendedienste bestärkten die Mitglieder in ihrer Entscheidung. Zudem gestaltete sich die Nachfolgersuche als ein unüberwindbares Hindernis. Die geplante Fusion resultiert zudem aus der sehr guten Zusammenarbeit, den die beiden Vereine seit Jahren im Fachbereich Katastrophenschutz auf den Gebieten Beratung und Logistik pflegen.

Sandra Banschbach informierte, dass die Ortsgruppe als Abteilung weiterhin bestehen bleibt und für die Sanitätsdienste während Veranstaltungen und die Blutspendetermine in Mönchweiler verantwortlich zeichnet. Die bevorstehende Fusion bezeichnete sie als eine Chance die Attraktivität beider Vereine zu steigern.

Schwerpunkt auf Aus- und Fortbildung gelegt

Im vergangenen Jahr engagierte sich die Ortsgruppe in 2070 Helferstunden, die sich unter anderem auf zwei Blutspendetermine, Sanitätsdienste, Arbeitseinsätze, Dienst- und Gruppenabende, Verwaltungsaufgabe und Notfalleinsätzen während den Brandereignissen in der Herdstraße und der Scheune auf dem Tannenhof verteilten. Traditionell legte die Ortsgruppe einen Schwerpunkt auf die Aus- und Fortbildung, von der im Vorjahr drei Aktive profitierten.

Das Jugendrotkreuz zählte im Vorjahr 14 Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren, die sich während ihrer Gruppenabende intensiv mit den fachlichen Aufgaben im DRK auseinandersetzen und in zahlreichen Aktivitäten ihren Zusammenhalt stärkten.

Sandra Banschbach zur Ehrenvorsitzenden ernannt

Eine Auszeichnung für 15 Jahre Mitgliedschaft erhielt Moana Kretschmer. Eine Ehrung ging an Jürgen Lehmann, der in 36 Jahren mehr als 100 Blutspendedienste organisierte. Zudem ernannten die Mitglieder Sandra Banschbach zur Ehrenvorsitzenden.