Domenico Maier und der TuS Lörrach-Stetten II kamen im Grütt mächtig unter die Räder. Foto: Hannes Brenneisen

Die Kreisliga A West hatte am vergangenen Wochenende wieder einige Highlights zu bieten. Rheinfelden II gewinnt in den Schlussminuten.

Das Lörracher Derby im Grütt zwischen dem FVLB II und dem TuS Lörrach-Stetten II war letztlich eine klare Sache. 6:1 lautete das Ergebnis zugunsten der Gastgeber. Für den Aufsteiger von der Tullastraße war das inzwischen schon die fünfte Pleite in Folge. Der TuS ist auf den möglichen Relegationsplatz 13 abgerutscht.

 

„Wenn man gewinnt, fühlt es sich immer gut an“, bilanziert FVLB-Coach Vedat Erdogan. Dabei erwischten die Gäste, bei denen mit Andreas Schatz auch der Trainer der „Ersten“ in der Startelf stand, den besseren Start. Nach einem Freistoß-Hammer von Jonas Leischner an die Latte, der 19-Jährige hatte schon zuletzt mit ruhenden Bällen auf sich aufmerksam gemacht, beförderte FVLB-Keeper Maxim Weiß das Leder unglücklich ins eigene Tor zur Stettener Führung nach 20 Minuten.

Lörrach-Brombach dreht vor der Pause auf

Die Grütt-Kicker drehten die Partie allerdings noch vor der Halbzeitpause. Zunächst war es Andreas Lismann, der einen haarsträubenden Fehler der Stettener im Aufbauspiel nutzte. Kurz darauf traf Jan Philip Stippich per Volley nach einer Kopfball-Vorlage von Adrian Hönigschmied. Auch beim dritten Treffer der Hausherren durch Tobias Kulla war TuS-Schlussmann Michele Sabatino machtlos. Endgültig entschieden war die Begegnung dann eine Viertelstunde vor dem Ende.

Sabatino sah von Schiedsrichter Mark Leimgruber aufgrund eines vermeintlichen Foulspiels die Rote Karte. Die Stettener waren mit dieser Entscheidung überhaupt nicht einverstanden. Lismann nahm sich der Sache an und stellte vom Punkt auf 4:1. „Der Platzverweis hat uns natürlich mehr Möglichkeiten verschafft. Die Räume wussten wir in der Schlussphase auszunutzen“, lässt Erdogan wissen. Der 36-Jährige traf nach seiner Einwechslung in der 80. Minute auch noch selbst. Es war schon sein achtes Saisontor. Sehenswert war auch Dmytro Romaniuks Treffer zum 6:1-Endstand. Mit einem „Zidane-Rolle“ setzte sich der 19-Jährige durch und überwand schließlich auch Patrick Ofenheusle, der für Sabatino zwischen die Pfosten kam.

Die Lörrach-Brombacher bleiben nach dem elften Saisonsieg Sechster. Das Ziel bleibt unverändert. „Wir wollen unter die ersten Fünf kommen“, macht Erdogan deutlich. Ein Zähler fehlt aktuell auf Rang fünf, den der FSV Rheinfelden II innehat.

Rheinfeldens Reserve beendet die Negativserie

Apropos: Die Löwenstädter haben ihre Negativserie beendet und nach fünf Niederlagen in Serie endlich mal wieder drei Punkte eingefahren. Bei Kellerkind SG Malsburg/Marzell-Wollbach gewann die FSV-Reserve nach einer turbulenten zweiten Halbzeit mit 3:2. Matchwinner bei den Rheinfeldern war Routinier Robert Pfennighaus.

Der 40-Jährige, der eigentlich Abwehrspieler ist, hatte nicht nur kurz nach dem Seitenwechsel die Führung erzielt, sondern in der 90. Minute auch den Siegtreffer geschossen. Für Arianit Metaj war es nach der Amtsübernahme der zweite Sieg als Cheftrainer bei der FSV-Reserve.

Dramatisch ging es auch im Duell zwischen dem FC Bad Bellingen II und dem SV Karsau zu. Das goldene Tor zum 2:1 fiel erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit. „Es war schwieriger als ich dachte, aber es ist gut ausgegangen“, quittiert ein erleichterter Bad Bellinger Cheftrainer Gabriel Iordan. „Im Moment trainieren wir nicht so viel, wie wir sollten. Wir haben ständig eine andere Startelf. Wahrscheinlich haben wir von Anfang an gedacht, dass wir gewinnen werden.“

Die Karsauer gingen schon nach wenigen Minuten durch David Procenko in Führung. Marian-Valentin Cantar avancierte mit seinem Doppelpack und dem späten Siegtor letztlich aber zum Helden für die Markgräfler. „Der Sieg geht für mich auf jeden Fall in Ordnung“, sagt Iordan, der sich zu Beginn der zweiten Hälfte auch selbst einwechselte.

„Wir haben das Spiel dominiert und viele Chancen gehabt, aber die Karsauer haben nach einem Fehler, einer Unachtsamkeit in der Abwehr, ein Tor erzielt, und das hat uns ein bisschen verunsichert. Aber wir hatten auf jeden Fall sehr viele Torchancen.“