Der Rotary-Club VS Mitte unterstützt Anna-Janina Remsperger, links daneben Liane Künstler, Präsidentin des RC VS-Mitte. Foto: Rotary-Club VS Mitte

Für den Rotary-Club VS-Mitte ist Anna-Janina Remsperger schon lange keine Unbekannte mehr. Jetzt hat der Club die Villingerin bei einem besonderen Projekt unterstützt.

Die ehemalige Sängerin der Villinger Klosterspatzen fühlt sich wohl in ihrem Chanson-Genre und hat schon so einige Preise abgeräumt.

 

Im Frühjahr veranstaltete der Rotary-Club zusammen mit ihr einen Chansonabend im Klosterhof zugunsten der Schwenninger Tafel. Mit ihrer Unterstützung konnten 10 000 Euro für den guten Zweck übergeben werden.

Diesmal halfen die Rotarier Anna-Janina Remsperger, ihr Herzensprojekt umzusetzen: ein Singspiel über die Werke und insbesondere den Menschen Herrmann Hesse. Zur Uraufführung in Tübingen war eine stattliche und neugierige Delegation des Rotary-Clubs angereist, schreibt der Club in einer Pressemitteilung.

Auf der Bühne

Auf der Bühne liest Hermann den eindringlichen Brief seiner Mutter, die ihn vor der Muse warnt: „Oh mein Kind, fliehe der Muse“ – Zeit, für Anna-Janina Remsperger die Bühne zu betreten. Die Muse, die ihn zeitlebens in verschiedensten Gestalten begleitete und inspirierte, ist gekommen, um ihn auf seine letzte Reise mitzunehmen – sehr zum Missfallen des Dichters, der ja noch so viel zu tun hat. Es entspinnt sich ein humorvoller Dialog zwischen den beiden, durchzogen von poetischen, liebevollen und eindringlichen Liedern aus der Feder der Künstlerin.

Anno Köhler als Herrmann Hesse und Anna-Janina als Muse. Foto: Rotary-Club VS Mitte

Das Singspiel offenbart eine kenntnisreiche, manchmal erschütternde Rückschau auf den Dichter, dessen Werke Generationen von Lesern geprägt haben. War er in seinen Werken meist ein feinsinniger Dichter, so erfuhr sein direktes Umfeld den Menschen Hesse oft als schwierig.

Mit „Klingsors letzte Stunde“ gelang Anna Janina Remsperger eine liebevolle Hommage an ihren Lieblingsautor und Nobelpreisträger. Sie führt den alten Herrmann Hesse einfühlsam, aber bestimmt durch die letzten Minuten seines irdischen Daseins und erinnerte ihn in wunderbaren Songs an das, was ihn ausmachte, so der Rotary-Club.

Ein beeindruckendes Stück, stehende Ovationen und ein gelungener Abend hinterließen nicht nur das Gefühl „ein klein wenig zurückgegeben zu haben“, sondern auch das Gefühl, man könnte in diesem Winter auch mal wieder ein Buch von Hesse in die Hand nehmen, resümiert der Club.