Zu einer Typisierungsaktion ruft der Rotary Club Furtwangen-Triberg am Samstag, 18. April, im Feuerwehrhaus in Triberg auf. Eine zweite Aktion gibt es in Furtwangen.
Zu einer Typisierungsaktion im Kampf gegen Blutkrebs ruft der Rotary Club Furtwangen-Triberg am Samstag, 18. April, auf. Sie findet von 11 bis 15 Uhr im Feuerwehrgerätehaus statt, schreiben die Rotarier in einer Mitteilung.
Weltweit erhält alle 24 Sekunden ein Mensch die Diagnose Blutkrebs. In Deutschland erkranken etwa 40 000 Menschen jedes Jahr an Blutkrebserkrankungen. Für viele Betroffene ist eine Stammzelltransplantation die einzige Chance auf Heilung. Damit diese lebensrettende Therapie möglich wird, braucht es passende Spender – Menschen, die sich registrieren lassen und damit Hoffnung auf Leben schenken.
Unter dem Motto „Typisieren und Hoffnung schenken“ lädt der Rotary Club Furtwangen-Triberg gemeinsam mit der Freiburger Stammzelldatei des Universitätsklinikums Freiburg zu zwei öffentlichen Typisierungsaktionen ein - eine in Triberg und in der Folgewoche dann eine in Furtwangen.
Ziel ist es, möglichst viele Menschen für die Registrierung als potenzielle Stammzellspender zu gewinnen und damit die weltweite Suche nach genetischen Zwillingen zu unterstützen.
40-jähriges Bestehen gefeiert
Der Anlass fällt in ein besonderes Jahr: Der Rotary Club Furtwangen-Triberg feierte im Herbst 2025 sein 40-jähriges Bestehen. Seit mehr als vier Jahrzehnten engagiert sich der Club für Menschen in der Region und darüber hinaus – mit Projekten, die dort ansetzen, wo Hilfe dringend gebraucht wird. Die Unterstützung der Stammzellspende ist ein Ausdruck dieses langjährigen Selbstverständnisses.
Der amtierende Präsident des Rotary Clubs Furtwangen-Triberg, Georg Wiengarn, unterstreicht die Bedeutung des Engagements: „Seit über 40 Jahren steht unser Club für gelebte Verantwortung und Menschlichkeit. Dass wir unser Jubiläum mit einer Aktion verbinden, die Leben retten kann, könnte passender kaum sein.“
15 000 Euro gespendet
Neben der Organisation der Typisierungsaktionen unterstützt der Rotary Club Furtwangen-Triberg die Arbeit der Freiburger Stammzelldatei auch finanziell: Eine Spende von 15 000 Euro wird zu 100 Prozent für Typisierung und Aufklärungsarbeit eingesetzt, so dass neue Lebensretter gefunden werden können. Die offizielle Spendenübergabe findet am zweiten Aktionstag, 25. April, in Furtwangen statt.
Mitarbeitende der Freiburger Stammzelldatei begleiten beide Aktionstage und beantworten vor Ort Fragen. Weitere Infos gibt es auf der Website der Freiburger Stammzelldatei.
Die Veranstaltung in Triberg findet in Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Triberg statt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt – herzhaft und süß. Der Erlös kommt der Jugendfeuerwehr zugute. Für Kinder gibt es ein buntes Programm mit Spielen rund um die Feuerwehr.
Rund um die Typisierung
Die Aktion
Die beiden Aktionstage findet am Samstag, 18. April, 11 bis 15 Uhr, im Feuerwehrgerätehaus Triberg, Obervogt-Huber-Straße 1, statt, sowie am Samstag, 25. April, 11 bis 15 Uhr, in Furtwangen im Pfarrsaal St. Cyriak, Am Kirchberg 6. Wer verhindert ist, kann sich ein kostenloses Typisierungsset nach Hause bestellen unter: www.freiburger-stammzelldatei.de
Anders helfen
Auch Geldspenden helfen, Leben zu retten, da die Kosten der Typisierung in Höhe von 50 Euro von der Freiburger Stammzelldatei getragen werden müssen und aus Spendengeldern finanziert werden. Wer die Aktion unterstützen möchte, kann sicher und unkompliziert über das Online-Spendenportal der Uniklinik Freiburg spenden.
Wie läuft die Registrierung?
Ein Abstrich der Wangeninnenseite und eine unterschriebene Einverständniserklärung genügen. Typisieren lassen können sich gesunde Personen im Alter von 17 bis 55 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland. Unter 18 Jahren ist die Unterschrift einer erziehungsberechtigten Person erforderlich. Wer schon bei einer anderen Spenderdatei erfasst ist, muss nichts weiter unternehmen. Die einzelnen Stammzelldateien, wovon es 26 in Deutschland gibt, sind weltweit miteinander vernetzt.
Wie läuft die tatsächliche Spende ab?
Kommt man als passender Spender infrage, wird zunächst eine Bestätigungstypisierung durchgeführt. Anschließend folgt, falls es weitergeht, eine ausführliche medizinische Aufklärung und Untersuchung. Die Stammzellspende kann auf zwei Arten erfolgen. Häufigste Methode ist die periphere Stammzellspende. Hier wird mithilfe eines Zellseparators über das Blut entnommen. Vor der Spende wird über mehrere Tage ein körpereigener Wachstumsfaktor (G-CSF) verabreicht, der die Bildung der Stammzellen und ihren Übergang ins Blut anregt. In selteneren Fällen kann auch eine Knochenmarkspende erfolgen. Dabei werden die Stammzellen unter Vollnarkose durch Punktionen am Beckenknochen entnommen. Der Eingriff dauert 30 bis 45 Minuten. Das entnommene Knochenmark-Blut-Gemisch regeneriert sich in der Regel innerhalb von rund zwei Wochen vollständig.