Eine nasse Angelegenheit war der Rosenmontagsumzug in Schönau. Die Narren ließen sich den Spaß jedoch nicht verwässern.
Kurz vor dem Umzugsstart hörte der Regen kurz zwar – jedoch nur, um während des Umzugs noch einmal aus vollen Rohren weiterzuschütten. Aber: Nicht nur die Narren hielten durch, sondern auch die Zuschauer – die Erwachsenen aus Interesse an den Motiven der Festwagen, die Kleinen wegen der Süßigkeiten. Bedenkt man, welcher Aufwand Wagenbau steckt, konnten sich die Zünfte also trotz des Regens freuen.
„Peter, id gli übertriebe!“
Und die Motive hatten es in sich, am meisten der Wagen der Schönauer Narrenzunft: Ein Nachbau der Schönauer Kirche, gepaart mit dem Landtagsgebäude und einer Peter Schelshorn-Figur: Mit ausgefeilter Wagenbaukunst und deftigen Sprüchen nahmen die Narren Landtagskandidatur des Bürgermeisters auf die Schippe. „Peter id gli übertriebe, eifach mol in Schenau bliebe“ oder „Big Pi, in Landtag chunsch Du nie“ reimten die Narren dazu.
Die Utzenfelder Narrenzunft widmete sich dem Thema des Auf und – nach Elternprotesten – Ab der Gebühren in den Verbandskindergärten: Ihr Wagen war in den „Waldkindergarten Utzenfluu“ verwandelt, mit kreativ gestaltetem Spielplatz, Wippe und anderen Spielgeräten. Der Aiterner Elferrat präsentierte auf seinem Wagen eine große Narrenkappe und verkündete, nach dem großen Jubiläum nun erst einmal chillen zu wollen.
Alle Gruppen vertreten
Alle Gruppierungen der Schönauer Narrenzunft waren natürlich vertreten: der Fanfarenzug, dessen fetzige Klänge den Schauern trotzten, sowie die Flösser, Hexen, Pfifechöpf, Schellenteufel, Sunnbächli-Müller, Webstübler und die Prinzengarde. Ebenfalls dabei war die Narrenclique Utzenfloo.