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Rosenfeld WCS: Anschlag hat nichts mit Firma zu tun

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WCS-Chef ist verärgert, dass seine Firma öffentlich mit Namen genannt wurde. (Symbolbild). Foto: Schwarzwälder-Bote

Villingen-Schwenningen/Rosenfeld - Nach den Festnahmen im Zusammenhang mit dem versuchten Anschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in Villingen schießen die Spekulationen ins Kraut. Das betrifft auch die "Wach- und Sicherheits-Compagnie Kleiner Heuberg" (WSC) aus Rosenfeld. Die Firma ist eines von zwei Unternehmen, dessen Mitarbeiter für Sicherheit und Ordnung auf dem Gelände sorgen sollen.

"Mit unserem Unternehmen hatte der Anschlag nichts zu tun", versicherte ein WSC-Mitinhaber gestern gegenüber dem Schwarzwälder Boten. Er betonte, dass seine Mitarbeiter nicht für den Bereich zuständig sind oder waren, auf den der versuchte Handgranatenanschlag verübt worden ist. Diesen Teil des Areal überwache ein zweites in Villingen beschäftigtes Unternehmen.

Der WSC-Chef ärgert sich darüber, dass seine seit 1978 in der Sicherheitsbranche tätige Firma namentlich in die Öffentlichkeit gebracht worden ist: "Jetzt sind wir schlagartig im Fokus." Er erhalte seit dem betreffenden Bericht Anrufe langjähriger Kunden: "Das gefällt denen so wenig wie uns. Es herrscht Erklärungsbedarf."

Der Wachdienst-Experte gab im Gespräch mit unserer Zeitung Einblick in die Vorgänge auf dem ehemaligen Wohngelände der französischen Armee: Seit dem 1. Februar 2015 ist die WSC Kleiner Heuberg dort tätig. Mitte des vergangenen Jahres wurde das für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehene Areal deutlich vergrößert. Er habe auf die Schnelle nicht zusätzliches Personal bereitstellen können, das den Qualitätsstandards des Rosenfelder Unternehmens entsprach. Deshalb sei ein zweiter Sicherheitsdienst zum Zuge gekommen –­ "mit ’zig Subunternehmen".

Menschen die man für das Sicherheitsgewerbe gewinnen wolle, müssten gewisse, auch psychologische Anforderungen erfüllen. "Wir versuchen die im Ländle zu bekommen, aber die Kapazitäten sind erschöpft." Andere Unternehmen griffen deshalb auf Personal zurück, die er nicht einstellen würde. Dass alle Wachdienste jetzt pauschal über einen Kamm geschoren würden, ärgert ihn.

Und er spricht von einer "wahnsinnigen psychischen Belastung" für seine Mitarbeiter und sich selbst: Man stehe jetzt in Verbindung mit einer Straftat, einem versuchten Anschlag auf Menschen. Man wisse auch nach den Festnahmen nicht, "wer da draußen noch operiert".

 Die Dritte Seite

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Steffen Maier

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