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Rosenfeld Schotter für Kirchturmrenovierung

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Die Zimmerleute haben gut zu tun, um die Spanten zu reparieren.Foto: Jetter Foto: Schwarzwälder Bote

Im April wollte die evangelische Kirchengemeinde anfangen mit der Renovierung des Turms der Stadtkirche. Durch Corona wurde es September. Nun sind Zimmerleute und Steinmetze bei der Arbeit.

Rosenfeld. Nicht nur die Optik des Turms, der 1712 seine achteckige Aufstockung erhielt, hat im Lauf der Jahre gelitten. Auch das Holzwerk und das Dach sind schadhaft.

Im Frühjahr sollten laut Architekt Werner Jetter die Arbeiten am Kirchturm beginnen, doch die Corona-Pandemie bremste auch dieses Vorhaben zunächst aus: "Die Mitarbeiter des Landesamts für Denkmalpflege erhielten ein Reiseverbot." Die Behörde musste bei der denkmalgeschützten Kirche eingeschaltet werden, nicht zuletzt wegen eines Zuschusses. Da sich die Bearbeitung des Antrags hinzog, musste für den Gerüstbau ein Antrag auf vorzeitigen Baubeginn eingereicht werden. Danach wurden die Schäden an Turm und Schiff kartiert.

Das Gesamtprojekt kostet nach Angaben von Pfarrer Bernd Hofmann rund 947 000 Euro. Die Kirchengemeinde muss den Löwenanteil aufbringen und verfügt bereits über eine Rücklage von 152 000 Euro. Bleiben noch 240 000 Euro übrig, die aus Spenden eingenommen werden sollen. Ein "Spendenbarometer" haben Ulrike und Martin Wößner gebaut und vor der Kirche aufgestellt. Bisher sind schon 118 000 Euro eingegangen. Das macht der Stand des Schotters sichtbar, den Hofmann in eine Acrylglasröhre eingefüllt hat.

Die Zimmerleute der Hirrlinger Firma Kessler haben ein Notdach über der Turmkuppel gebaut und die alten Biberschwanz-Dachziegel abgenommen und eingelagert. Zimmermeister Josef Kessler schätzt, dass von den rund 7300 Ziegeln des 105 Quadratmeter großen Dachs 1200 wieder verwendbar sind. Laut Hofmann werden die übrigen nicht mehr brauchbaren Ziegel gegen eine Spende verkauft. Die Rohlinge der neuen Ziegel werden industriell gefertigt, aber von Hand in Form gebracht und mit einer Glasierung in den bisherigen Grün- und Gelbtönen versehen.

Die Latten werden komplett erneuert, die geschwungenen Sparren, hier Spante genannt, wenn nötig repariert. Kessler und Jetter ist aufgefallen, dass die Holzteile immer wieder notdürftig geflickt worden sind – mit den Mitteln der damaligen Zeit. "Jetzt machen wir’s einmal richtig", findet der Spezialist für Restaurierungen.

Die Steinmetze der Firma Schnell in Fridingen reparieren derweil schadhafte Sandsteinteile an der Fassade. Auch Blechteile und Rinnen wurden entfernt und eingelagert. Dazu kommen Putzarbeiten.

Das Dach, schätzt Kessler, könne wohl im Frühjahr neu gedeckt werden, wenn die Witterung mitspiele. "Wir arbeiten uns vor": Die Fachwerkwände der Turmstube kämen nach der Kuppel an die Reihe, danach das Dach der Sakristei. Wenn alles gut laufe, könne 2021 das Kirchenschiff an die Reihe kommen. Auch dort der gleiche Ablauf: "Ein Gerüst erstellen und die Schäden kartieren."

Pfarrer Hofmann weist darauf hin, dass auch der Kirchengemeinderat und besonders dessen Vorsitzende Siglinde Ruoff in das Bauvorhaben stark involviert sind: Sie leiste wichtige Arbeit im Hintergrund und versorge unter anderem die Bauarbeiter auf dem Gerüst mit heißem Kaffee.

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