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Rosenfeld Quarzsand-Abbau kann weitergehen

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Nur wenig los ist in der Quarzsandgrube zwischen Brittheim und Bochingen. Foto: Hertle Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Sigmaringer Firma Steidle darf nach dem Beschluss des Gemeinderats ihre Sandgrube zwischen Brittheim und Bochingen weiter betreiben. Die endgültige Entscheidung trifft das Landesbergamt.

Rosenfeld. Seit 1984 wird in der Sandgrube von der Firma Steidle Quarzsand abgebaut. Zuvor hatte die Stadt Rosenfeld von 1982 bis 2011 in einem Teilbereich eine Erddeponie betrieben. Laut Achim Haßdenteufel, Betriebsleiter bei der Firma Steidle, baut das Unternehmen den größten Teil seines benötigten Quarzsandes in Rengetsweiler ab und bezieht Rohsand aus den Bereichen Ulm und Stuttgart. Der Sand wird in der Bau- und Zementindustrie, für Putz, Kleber, Mörtel und Beschichtungen sowie beim Bau von Sportplätzen und Beachvolleyball-Anlagen verwendet.

Für den Quarzsand-Abbau in Brittheim ist laut Haßdenteufel eine bergrechtliche Genehmigung vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau notwendig, besser bekannt als Landesbergamt, mit Sitz in Freiburg.

Erstmals war 1993 ein Rahmenbetriebsplan für den Abbau aufgestellt und dreimal bis Ende 2016 verlängert worden.

Vorgesehen sind 3000 bis 5000 Tonnen pro Jahr, doch der Steidle-Geschäftsbereich Quarzsand hat laut Haßdenteufel weniger abgebaut: 2015 waren es rund 2600 Tonnen und 2016 1500 Tonnen Rohsand. Dieser wird zwischengelagert und von einer Spedition ins Steidle-Werk Krauchenwies transportiert, wo der Sand gewaschen, nach Korngröße gesiebt und getrocknet wird. Doch die Lastwagen dieser Spedition steuern den Lagerplatz an der L 415 zwischen Brittheim und Bochingen nur dann an, wenn sie eine Rückfracht haben.

Die genehmigte Abbaugrenze ist noch nicht erreicht worden. Zum Zwecke des Antrags auf Verlängerung hat am 10. Juni 2015 ein Ortstermin mit Vertretern des Landesbergamts, der Forstdirektion Tübingen, der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt, des Unternehmens, der Stadtverwaltung und des Planungsbüros Grossmann statt. Alle Beteiligten kamen überein, dass eine Verlängerungsmöglichkeit besteht.

Doch dazu ist eine artenschutzrechtliche Prüfung notwendig, die laut Haßdenteufel ein Jahr dauern wird. Erst dann kann der Antrag eingereicht werden. Von den 5,44 Hektar des Abbauabschnitts II wurden 2,23 Hektar bereits wieder verfüllt. Derzeit wird auf rund einem Hektar Fläche Quarzsand abgebaut.

Die Stadt erhält gemäß einer Vereinbarung von 1984 eine Abbaupacht von 72 Cent je Tonne Rohsand.

Der Oberboden wird während des Abbaus zwischengelagert und dann wieder eingebaut. Haßdenteufel gab an, dass die Abbaugruben nicht mit Fremdmaterial verfüllt werden. Erhalten bleiben sollen die vorhandene Steilwand, Mulden und Tümpel. Ansonsten werde nach Abbauende wieder Wald angepflanzt.

In dem Gebiet kommen laut Büro Grossmann Haselmäuse, Sandlaufkäfer und Amphibien vor.

"Wenigstens haben wir keine Plettenberg-Diskussion", scherzte Stadtrat Hans Leidig. Luise Lohrmann regte an, das Werk Krauchenwies mit seiner Sandaufbereitung, dem Holzpelletswerk und dem Bau von Fertiggaragen zu besichtigen. Einstimmig billigte der Rat die Verlängerung.

 
 

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Steffen Maier

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