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Rosenfeld Kommt bald Aus für Lehner-Stiftung?

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Ein Bild aus alten Zeiten: Die Leuchtschrift ist inzwischen vom Lehner-Sudhaus abgebaut worden.Archiv-Foto: Hertle Foto: Schwarzwälder Bote

Die Tage der gemeinnützigen Günther-Lehner-Stiftung sind gezählt. Die Stiftung, die von den Erträgen der Brauerei Lehner lebte, hat nach der Insolvenz des Betriebs und dem Eigentümerwechsel keine Einnahmen mehr.

Rosenfeld. Die gemeinnützige Stiftung war 1998 entstanden, als Hermann Lehner, ehemaliger Besitzer der Brauerei, sein gesamtes Betriebsvermögen in die Günther-Lehner-Stiftung eingebracht hatte. Der Ehrenbürger der Stadt Rosenfeld sah den Zweck seiner Stiftung in der Unterstützung in Not geratener Menschen im Zollernalbkreis. Hermann Lehner, der keinen Nachfolger für den Betrieb hatte, beabsichtigte damals zudem, sein Lebenswerk für die Region und seine Mitarbeiter zu erhalten.

Vorsitzender des Vorstands der gemeinnützigen Stiftung ist Landrat Günther-Martin Pauli; im Vorstand sitzen auch Bürgermeister Thomas Miller und Pfarrer Bernd Hofmann. Geschäftsführer des Vorstands der Stiftung ist Alfred Gambach. Die Stiftung erhielt die Erträge aus der Günther-Lehner-Stiftung GmbH mit Brauerei, Weinkellerei und Getränkemarkt und schüttete sie dem Wunsch Lehners entsprechend aus. Auch die Rosenfelder Vereine wurden nicht nur für Feste mit Bier beliefert, sondern auch finanziell unterstützt.

Einen etwas ungewöhnlichen Weg wählte das Unternehmen 2015, als die neue Technik im Sudhaus finanziert werden sollte: Es gab Genussrechtsscheine zu je 250 Euro aus als Anteile ohne Stimmrecht; als "Dividende" bekamen die Anleger Gutscheine für Lehner-Bier.

Doch die Investition von 700 000 Euro konnte nicht verhindern, dass die Günther-Lehner-Stiftung GmbH Ende Juli 2019 Insolvenz anmelden musste. Der Braubetrieb lief weiter, während Insolvenzverwalter Axel Kulas sich auf die Suche nach Investoren machte.

Baumaßnahmen geplant

Schließlich übernahm eine Besitzgesellschaft mit Thomas Preuhs, Reinhold Blickle, Thomas Hoffmeister und Joachim Feyrer das Brauerei-Areal mitsamt Gebäuden, während der Betrieb in die Hände von Dominik Reger, Chef des Brauhauses Zollern­alb in Ebingen und des Lindenbräu-Getränkemarkts in Meßstetten, überging. Nun will, wie berichtet, die Lehner-Grundstücksgesellschaft das Brauerei-Anwesen modernisieren, neue Hallen bauen, Gastronomie einziehen lassen und Gebäude zu Wohnraum umnutzen.

Nachdem nun die gemeinnützige Stiftung keine Erträge mehr aus dem Betrieb bekommt, ist ihre Auflösung beabsichtigt. Laut Gambach muss vor der Liquidation das noch laufende Insolvenzverfahren abgeschlossen sein. In der Satzung der Stiftung sei geregelt, dass im Fall der Auflösung der Stiftung deren restliches Vermögen an die Stadt Rosenfeld falle.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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