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Rosenfeld Gemeinsam den Namen Jesu tragen

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Pfarrer Bernd Hofmann und Pater Augusty feiern gemeinsam mit vielen Gläubigen den Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum in der Stadtkirche in Rosenfeld. Foto: May Foto: Schwarzwälder-Bote

Gut besucht war am vergangenen Reformationstag der ökumenische Gottesdienst in der Stadtkirche. Der Gottesdienst wurde von Pfarrer Bernd Hofmann und Pater Augusty gefeiert und vom ökumenischen Kirchenchor unter Leitung von Fritz Arnold musikalisch umrahmt.

Rosenfeld. Zu Beginn des Gottesdiensts wurde die neue Altarbibel in die Stadtkirche getragen. Die neue Lutherbibel löst die bisherige Altarbibel ab, die vor 25 Jahren ein Gastgeschenk der Thüringer Partnergemeinde Orlishausen war. Pfarrer Bernd Hofmann konnte zum Reformationsjubiläum evangelische und auch viele katholische Christen willkommen heißen.

Als Symbole in diesem Versöhnungsgottesdienst stellte der Pfarrer ein Modell der katholischen Kirche St. Maria vor, die Schüler des Progymnasiums in ihren Projekttagen erstellt hatten; ein Modell der evangelischen Stadtkirche steht entsprechend als ökumenisches Zeichen in St. Maria. Das große Reformations-Mobile der Schüler ist Symbol für die stetige Erneuerung der Kirche.

Nach dem Auftritt des Kirchenchors mit "Luthers Morgensegen" erinnerten Pfarrer Bernd Hofmann und Pater Augusty gemeinsam mit offenen Worten an das viele Leid, das die Trennung der beiden Konfessionen in den vergangenen fünf Jahrhunderten mit sich brachte, und beteten um Versöhnung. Die Gemeinde nahm die Bitte im gegenseitigen Friedensgruß auf. Pfarrer Hofmann nannte die durch das Zweite Vatikanischen Konzil angestoßene ökumenische Bewegung, die Dialog und Schritte der Versöhnung ermöglichte.

Die beiden Vorsitzenden der Kirchengemeinderäte – Helga Gambach von der katholischen und Siglinde Ruoff von der evangelischen Gemeinde – zollten jeweils der anderen Konfession ihren großen Respekt für ihre Arbeit und freuten sich am gemeinsamen Liedschatz: Alle aus dem Gesangbuch gesungenen Gemeindelieder, bis auf die Lutherlieder, stehen auch im katholischen Gotteslob. Schriftlesung und Predigtwort von Christus als dem Weinstock stellten nicht die Unterschiede, sondern die gemeinsame Quelle von evangelischer und katholischer Kirche in den Mittelpunkt.

Pfarrer Hofmann und Pater Augusty gestalteten gemeinsam die Predigt und vertieften drei Aspekte: Die Einheit im gemeinsamen Weinstock Christus, die Notwendigkeit, mit ihm verbunden zu sein, um durch die darin liegende Kraft reiche Frucht der Liebe bringen zu können. Sehr anschaulich präsentierte der Konfirmand Christian mit einem Bild dass Gleichnis von Dorotheus von Gaza aus dem 6. Jahrhundert: Ein Kreis symbolisierte ein Rad, dessen Mittelpunkt Gott und dessen Speichen die Gläubigen darstellte. "Umso näher sie der Radnabe kommen", so Bernd Hofmann, "desto näher kommen sich die Menschen". Die Konzentration auf Christus führe die Konfessionen zusammen. Die Vorsitzenden der beiden Kirchengemeinden trugen vier Verpflichtungen vor, mit denen sie ihre örtliche Zusammenarbeit noch stärker vertiefen wollen.

Am Nachmittag zur symbolischen Uhrzeit um 15.17 Uhr spielte der Posaunenchor "Kleiner Heuberg" vom Turm der Stadtkirche das Lutherlied "Ein feste Burg ist unser Gott".

Ihre Redaktion vor Ort Balingen

Steffen Maier

Fax: 07433 901829

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