Glasfaserkabel bis in die Gebäude und Hausanschlüsse werden in diesem Jahr in Täbingen flächendeckend verlegt.Foto: Büttner Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Gemeinderat entscheidet in Sitzung über mehrere Vergaben

Rosenfeld (lh). In großem Stil wird in Täbingen das Breitbandnetz bis in die Häuser hinein verlegt. Der Gemeinderat soll in seiner nächsten Sitzung diese Arbeiten und andere vergeben.

Mit finanzieller Unterstützung von Bund und Land sollen nach dem Plan des Ingenieurbüros RBS wave ausgehend von den Backbone-Trassen in der Heer-, Musel- und Löwenstraße Mikro-Rohrverbände verlegt und Kabelschächte gegraben werden. Vorgesehen sind 244 Hausanschlüsse, neun Netzverteiler und ein PoP-Gebäude (Point of presence oder zentraler Verteiler). Sind die Leerrohre verlegt, werden rund 45 Kilometer Glasfaserkabel eingebracht. Mit im Paket sind auch Kabelspleiß- und Anschlussarbeiten.

14 Firmen sind bei der Ausschreibung kontaktiert worden, sieben haben Angebote eingereicht. Das günstigste kommt aus der Schweiz: von der Firma SD Fiber AG aus Dietikon im Kanton Zürich. Ihr Preis: rund 1,4 Millionen Euro. Das teuerste Angebot lag beim doppelten Preis. Die Arbeiten sollen Ende März beginnen und bis Anfang Dezember abgeschlossen sein. Im Haushaltsplan sind drei Millionen Euro vorgesehen. Die RBS-Kostenberechnung beläuft sich auf 2,3 Millionen.

Die abgebaute Holzüberdachung am Eingang zum Bickelsberger Rathaus wird durch eine Metall- und Glaskonstruktion ersetzt. Die Rosenfelder Firma Fensterbau Leopold hat mit 72 970 Euro das günstigste von drei Angeboten abgegeben. Auch die Außenanlagen sollen in diesem Zug neu gestaltet werden. Diese Arbeiten werden aber separat ausgeschrieben.

Ein neues Gesicht soll auch der Eingangsbereich am Leidringer Vogtshof erhalten. Anlass für den geplanten Umbau: Die Tür schließt nicht mehr richtig, die zwei Metallstützen sind stark korrodiert, und die Treppenstufen sind durch Frost geschädigt.

Das Eingangselement soll nach dem Plan des Architekturbüros Beuter künftig aus Metall und Glas bestehen. Die beiden Stützen werden entweder saniert oder ersetzt. Die vorhandene Treppe wird durch Naturstein-Blockstufen mit neuem Podestbelag ausgetauscht. Auf der Westseite wird die Treppe mit einer Stützmauer und einem Handlauf abschließen.

Eine örtliche Firma, nämlich Fenstertechnik Etter, wird für 14 155 Euro die Türbau-Arbeiten ausführen. Für die Landschaftsbau-Arbeiten soll die Hechinger Firma Hubert Zanger für 24 948 Euro beauftragt werden.

Die nächste Vergabe betrifft das Bademeisterhaus im Sofienbad. Nach dem Umkleide- und Sanitärbereich wird dieses kleine Gebäude saniert. Vorgesehen ist der Rückbau der vorhandenen Holz- und Eternitverschalung, die durch durchgefärbte Faserzementplatten ersetzt wird. Dazu kommen Flaschnerarbeiten.

Drei Firmen haben Angebote eingereicht, Das günstigste hat der Isinger Zimmereibetrieb Christoph Walter mit 16 284 Euro abgegeben. Weitere Kleingewerke wie Fensterbauarbeiten, Maler- und Trockenbauarbeiten, eine bewegliche Raumtrennung, Sanitär- und Elektroarbeiten werden nach Einholung von Angeboten von der Verwaltung direkt beauftragt. Das Angebot der Firma Walter liegt weit unter der Kostenschätzung.

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