Freuen sich über die Auszeichnung mit dem Allmende-Preis: (von links) Karl Heinz Bablok, Thomas Radetzki, SWR-Umweltredakteur Manfred Ladwig, der die Veranstaltung moderierte, sowie Walter Haefeker. Foto: Mellifera Foto: Schwarzwälder-Bote

Imker-Bündnis erhält Allmende-Preis der Freiburger Kant-Stiftung

Rosenfeld/Freiburg. In Anerkennung seines Engagements für gentechnikfreie Landwirtschaft ist das vom Mellifera-Vorsitzenden Thomas Radetzki aus Rosenfeld initiierte "Bündnis zum Schutz der Bienen vor Agro-Gentechnik" mit dem "Allmende-Preis" der Freiburger Kant-Stiftung ausgezeichnet worden.

 

Stiftungs-Vorstand Berthold Lange begründete die Entscheidung, den Preis an das Bündnis zu verleihen, mit dem "entschlossenen und strategisch klugen Kampf zum Schutz unserer Gemeingüter, nämlich einer gentechnikfreien Natur und Landwirtschaft und der Ernährungssouveränität unserer Bevölkerung".

Die Laudatio hielt der Präsident des Europäischen Berufsimkerbunds, Walter Haefeker, der seiner Freude darüber Ausdruck verlieh, "zwei Menschen mit Rückgrat" ehren zu können. Das Bündnis hatte mit dem klagenden Imker Karl Heinz Bablok im September 2011 vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) einen spektakulären Erfolg gegen den Gentechnik-Riesen Monsanto erreicht. Der EuGH hatte in einer Grundsatzentscheidung festgestellt, dass Pollen von nicht zugelassenen Gentechnik-Pflanzen nichts im Honig zu suchen hat.

Derzeit befindet sich der Fall zur endgültigen Rechtsprechung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Dabei geht es darum, einen Schutzanspruch des Imkers vor Gentechnik durchzusetzen.

Honig, der nicht zugelassenen Gentechnik-Pollen enthält, verliert nach der Gerichtsentscheidung seine Verkehrsfähigkeit, was bedeutet, dass er weder verkauft noch verschenkt werden darf.