Heimatgeschichte: Arbeitskreises Alemannische Heimat ehrt langjährigen Vorsitzenden der Trachtengruppe
Wilhelm Meboldt aus Leidringen hat die Ehrennadel und Urkunde des Arbeitskreises (AK) Alemannische Heimat für sein jahrelanges Engagement in der Trachtengruppe verliehen bekommen.
Rosenfeld-Leidringen/Lörrach. Die Verleihung hat am Donnerstag in der Alten-Halle in Lörrach-Hagen stattgefunden. Mit dabei war auch Rosenfelds Bürgermeister Thomas Miller.
Mit Meboldt haben vier weitere Personen die Ehrennadel für ihre Verdienste um die Heimatpflege von Vize-Regierungspräsident Klemens Ficht und dem Vorsitzenden des AK Alemannische Heimat, Erich Birkle, erhalten.
In der Laudation heißt es, Meboldt habe sein ganzes ehrenamtliches Engagement in seine Heimatgemeinde Leidringen eingebracht. Mehr als 20 Jahre lang sei er Vorsitzender der Trachtengruppe gewesen.
Außerdem sei er seit 1986 Ausschussmitglied im Trachtengau Schwarzwald und Mitglied des Arbeitskreises Tracht. Sechs Jahre lang war Meboldt zudem stellvertretender Vorsitzender des Trachtengaus Schwarzwald.
In seiner Amtszeit, so Klemens Ficht weiter, habe er dafür gesorgt, dass 1980 die erste Kirbe in Leidringen gefeiert worden sei. Das 20- und 25-jährige Bestehen der Gruppe sei mit einem Trachtenfest gemeinsam bestritten worden, das 30-Jährige sei mit dem 45. Gautrachtentreffen des Trachtengaus Schwarzwald organisiert worden.
Dieses Jahr habe die Trachtengruppe ihr 50-jähriges Bestehen mit dem Ehrenvorsitzenden Wilhelm Meboldt gefeiert – verbunden mit dem Gautrachtentreffen.
Mit Herzblut für die Brauchtumspflege
In den späten 1980er-Jahren habe Meboldt eine Heimatstube eingerichtet. 2001 sei das jetzige Heimatmuseum eröffnet worden. Seither führe Meboldt immer wieder Besucher durch die Einrichtung.
Ficht betonte: "Wilhelm Meboldt und sein Trachtenverein haben das Leben und die Gemeinschaft in Leidringen und auf dem Kleinen Heuberg bereichert. Er spiegelt die Hilfsbereitschaft, Offenheit und den Zusammenhalt der Gemeinde wider."
Dies zeige sich auch darin, das er mit seiner Familie die Vereine und Mitbürger in seinem Gasthaus Sonne immer wieder gerne aufgenommen habe.
Ficht betonte weiter, dass Menschen wie die fünf Geehrten Vorbilder seien, weil sie sich über viele Jahre hinweg mit großem Einsatz ehrenamtlich engagierten. Er wies auch auf die Förderung des Landes für die Heimatpflege hin. Aber Geld sei nicht alles. Jede Förderung mache nur Sinn, wenn es Menschen gebe, die sich der Heimatpflege verbunden fühlten, "die sich mit Engagement und Herzblut für Brauchtumspflege, für das Trachtenwesen, für die Mundart oder für die Erforschung der Heimat einsetzen".
Der Vorsitzende des Arbeitskreises Alemannische Heimat, Erich Birkle, betonte, der Arbeitskreis zeichne nun zum elften Mal Personen aus, die sich auf lokaler und regionaler Ebene auf vielfältige Weise für die Heimatpflege einsetzen.
Birkle: "Es ist uns sehr wichtig, auch diejenigen, die wir an diesem Tag nicht auszeichnen können, dazu zu ermutigen, mit ihrem guten Wirken fortzufahren."