Mit Massai ist Reinhold Helm in Tansania zusammengekommen. Dort unterstützt er ein Kinderheim. Foto: Privat Foto: Schwarzwälder-Bote

Religion: Reinhold Helm hat Projekt zur Unterstützung eines Kinderheims in Tansania ins Leben gerufen

Aus dem Familienkreis ist Reinhold Helm motiviert worden, ein Kinderheim in Tansania zu unterstützen. Schlüsselerlebnisse in den armen afrikanischen Land haben den Leidringer dazu ermuntert, ein Projekt auf die Beine zu stellen.

Rosenfeld-Leidringen. Aufgewachsen ist Reinhold Helm in einem christlichen Umfeld. Sein Onkel Andreas Binefeld hat als Versandhändler Kontakte nach Afrika und unterstützt dort Projekte.

Als Binefeld eine Anfrage erreichte, ob er ein Kinderheim in Tansania unterstützen wolle, bat er Reinhold Helm, seinen Neffen, früher Kameramann bei der Produktionsfirma Zollern­alb-Film und heute in der Medienbranche tätig, dorthin zu reisen. Helm wollte ursprünglich nur einen Film über die Situation in dem Land und dem Heim drehen sowie Fotos machen. Doch dann kam es anders.

Begegnungen mit der Heimleiterin "Mama Ester", einer Pastorenwitwe "mit einem großen Herzen", und mit Kindern aus desolaten Verhältnissen regten den Vater von drei Kindern an, "aus der Konfortzone heraus zu kommen", wie er sagt, und selbst etwas zu unternehmen, um dieses Heim mit 17 Kindern in Moshi zu unterstützen. "Eines der Kinder war so alt wie meine Tochter", erinnert sich Helm.

Unter dem Dach des christlichen Hilfswerks CDH Stephanus gründete Helm das Projekt "Kitaa Hope Home". In Tansania überwacht die Organisation Kilimanjaro Tansania Aid Association (Kitaa) die Verwendung der Spendengelder und die Organisation der Projekte vor Ort. Eine weitere Organisation, die Stiftung Hope Home Trust in Großbritannien, unterstützt das tansanische Kinderheim. Es wurde 2006 gegründet. 2010 wurde ein Neubau begonnen, 2012 eine dazu gehörige Schule fertiggestellt.

Tansania zeichnet sich laut Helm durch Touristenattraktionen wie die Serengeti, den Victoriasee, den Kilimandscharo und den Ngorongoro-Krater aus, aber Bürgerkriege, Stammeskämpfe und krasse soziale Gegensätze prägten das Land, so der Leidringer. 90 Prozent der Tansanier lebten unterhalb der Armutsgrenze und müssten ums Überleben kämpfen, sagt Helm.

Über das Projekt "Hope Home" informiert Reinhold Helm am Donnerstag, 17. November, ab 19.30 Uhr in der Stadthalle Balingen.

Weitere Informationen: www.hope-home.de

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