Viel Geld ist im vergangenen Jahr in der Grundschule Leidringen investiert worden.Foto: Lehmann Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Ortsvorsteher Lehmann schaut zurück / Dank an engagierte Einwohner

Rosenfeld-Leidringen. "Das Jahr 2020 wird für uns alle wohl unvergessen bleiben. Ein kleines unscheinbares Virus hält die Welt in Atem", so Ortsvorsteher Horst Lehmann in seinem Jahresrückblick. Den ersten so richtig bemerkbaren Einschnitt im Dorfleben habe man im März des vergangenen Jahres registrieren müssen.

Dem sei "ein fast durchgängiges Jahr ohne Veranstaltungen, ohne die übliche Geselligkeit, ohne unser gewohntes Dorfleben" gefolgt. Die abgesagten Veranstaltungen seien für die Vereine mit schwer wiegenden finanziellen Ausfällen verbunden: "Bleibt zu hoffen, dass sich die Situation im Laufe des Jahres 2021 wieder etwas entspannt und wir zumindest zu einer Art Alltag zurückkehren können."

Dennoch, so Lehmann, sei das Jahr 2020 aus kommunalpolitischer Sicht nicht weniger arbeitsintensiv gewesen. Er sprach die prägnantesten öffentlichen Themen aus dem Jahr 2020 an. Und auch mit den kirchlichen Projekten hätten sich der Ortschaftsrat und die Ortschaftsverwaltung beschäftigt.

Im bereits erschlossenen Bereich "Hinter dem Dorf" seien die letzten drei Plätze verkauft. Die Erschließung des restlichen Bauabschnitts sei in Angriff genommen. Es entstünden 16 neue Bauplätze, wofür 30 Interessenten vorhanden seien.

Der Ortschaftsrat habe sich dazu entschlossen, Bauplatzvergabekriterien einzuführen. Wie es anschließend mit einem weiteren Neubaugebiet weitergehen könne, hänge auch von der innerörtlichen Entwicklung ab, zu welcher sich der Ortschaftsrat klar bekenne.

Erfreulich fand Lehmann die beiden neuen Mehrfamilienhäuser in der Erzinger Straße. Einmal wurde ein Leerstand reaktiviert, und beim anderen Gebäude sei eine langjährige Baulücke geschlossen worden. Jede sinnvolle Reaktivierung von Leerständen, jede Schließung von innerörtlichen Baulücken sei wichtig für die Entwicklung des Dorfes und zeige, dass sich der große Aufwand des Ortschaftsrats lohne. Zusätzlich sei mit dem Bau von mehreren neuen Einfamilienhäusern begonnen worden: "Ein schöner Trend, welcher sich fortsetzt und zeigt, dass sich junge Familien in Leidringen wohl fühlen."

In der Grundschule konnte der Raum der Verlässlichen Grundschule saniert werden. Außerdem wurden in der Grundschule die Oberlichter ausgetauscht und die Böden in den Klassenzimmern erneuert.

Seit dem Hallenneubau 2012 sei in mehreren Abschnitten mittlerweile über eine Million Euro in Sanierungsmaßnahmen in der Grundschule investiert worden. Als nächstes Vorhaben habe der Ortschaftsrat die Sanierung des teilweise undichten Dachs der Schule priorisiert.

Nach der Bestandserhebung des Kanalnetzes hatte der Gemeinderat beschlossen, die stark beschädigten Kanäle der Schadensklassen 4 und 5 zu sanieren: "Die bereits begonnenen Arbeiten hierzu werden uns auch durch das Jahr 2021 begleiten."

Konsequent weiter vorangetrieben wurde nach seinen Worten auch der Ausbau des Glasfasernetzes. Bei Tiefbaumaßnahmen erfolge unmittelbar das Einlegen der entsprechenden Röhrchen. Themen seien die Anbindungen an die PoP-Station (Point of Presence) auf dem Platz vor dem Farren­stall, sozusagen der Hauptverteiler für das schnelle Internet in Leidringen, sowie der Breitbandausbau "Hinter dem Dorf".

Mit dem Ortschaftsbudget wurde unter anderem ein Defibrillator, ein Handlauf für das Heimatmuseum sowie eine neue Musikanlage für das Foyer der Kleiner Heuberg-Halle angeschafft.

Des Weiteren konnten das Foyer und die Umkleidekabinen in der Halle neu gestrichen werden. Bei den Straßenmaßnahmen wurden auch in Leidringen verschiedene Bereiche saniert. Eine schöne Aktion sind laut Lehmann immer wieder die Spenden von Ruhebänken. Das Ehepaar Regina und Stefan Huonker habe eine Sitzbank gestiftet: "Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Anregung einer potentiellen Wanderführerin, eine ›Bänklewanderung‹ einzuführen."

Ende Februar gab Norbert Schmidt nach 13 Jahren seinen Vorsitz beim Liederkranz an Hartmut Binder und Hans Hiener ab, welche nun als Doppelspitze fungieren. Im Juli wurde Vikar Sebastian Bugs verabschiedet. Der Ortschaftsrat hat sich mit einem Luftbild von Leidringen bei ihm bedankt.

Im Rahmen der Fortschreibung der Radwegnetzkonzeption für die Jahre 2021 bis 2025 habe der Landkreis beschlossen, endlich den Radweg Leidringen in Richtung Rotenzimmern zu bauen; zumindest geplant werde er wohl in diesem Jahr.

Lehmann dankte mit einem Zitat allen Einwohnern, welche sich engagiert haben: "Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss." Gerade in dieser Zeit sei es umso wichtiger, dass alle zusammenhielten.

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