Auf Tour durch die hochgerüsteten Klassenzimmer (von links): Beatrix Traub-Müller, Burladingens IT-Fachmann Tobias Mauz, Davide Licht und der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann in der Stettener Grundschule. Fotos: Rapthel-Kieser Foto: Schwarzwälder Bote

Bildung: Der SPD-Bundestagsabgeordnete Rosemann schaute sich in Burladingen an, wie die Fördermittel ganz unten ankommen

"Das war früher alles viel schwieriger", sagt Beatrix Traub-Müller, die Leiterin der Stettener Grundschule. Sie freut sich über Beamer an der Decke, Corona-Ampeln in den Klassenzimmern und Computer für die Kinder. Und die Unterstützung des IT-Fachmannes der Stadt Tobias Mauz.

Burladingen.All das bekam der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann bei seinem Besuch in Stetten und in Melchingen zu sehen. Mit der Schulleiterin, Mauz, der Ortsvorsteherin in spe Sandra Schäfer und Bürgermeister Davide Licht besichtigte Rosemann die Schule und ließ sich erklären, wie der Digitalpakt ganz praktisch an den insgesamt acht Burladinger Schulen umgesetzt worden ist. 207 000 Euro, so Licht, habe die Stadt bisher investiert.

Der Löwenanteil all dieser Maßnahmen seien Fördermittel von Bund und Land für den Backbone-Ausbau oder den Kauf von entsprechenden Geräten. Während Lehrpersonal und Schüler im ersten Lockdown noch in den Seilen hingen und sich schwer taten, Unterricht online zu organisieren, war es im zweiten Lockdown schon viel besser.

Jetzt gibt es zum Beispiel die farbige Corona-Ampel, die auch in Stetten in den Klassenzimmern an der Wand hängt. Die leuchtet hübsch grün, wird aber piepsig-laut und springt auf gelb, wenn die Raumluft sich so verschlechtert, dass gelüftet werden muss.

"Das hatten wir bisher erst einmal", erläuterte die Schulleiterin in einem Klassenzimmer, das auf beiden Seiten Fenster hat. Außerdem habe man jetzt insgesamt zehn Laptop-Computer für die Schule, die auch Kinder aus bildungsfernen Schichten mit nach Hause nehmen könnten, wenn es um Online-Unterricht geht. "Und die Kinder sind fit, die wissen genau, wie sie sich einloggen und welche Knöpfe sie drücken müssen", freut sich die Dorfschul-Pädagogin.

Beamer an der Decke erleichtern nun immens den Unterricht, bestätigte sie: kein Abbauen der Geräte mehr, keine Kabel, die quer im Klassenzimmer rumliegen. "Unterricht 2.0", kommentierte Davide Licht und berichtete, dass noch in seiner Schulzeit vieles anders war.

Einig war er sich mit Rosemann, dass die Digitalisierung der Schulen ein fortlaufender Prozess sein müsse. Denn in vier oder fünf Jahren sei die Entwicklung von Hardware und Software soweit voran geschritten, dass die nächste Generation von Geräten angeschafft werden müsse.

Danach ging es um den Dorfanger und das übergroße bürgerschaftliche Engagement, welches die Senioren im Ort Stetten sowohl am Wasserspielplatz, als auch an der Burgruine regelmäßig zeigen.

Barrierefreiheit ist Thema in Melchingen

In Melchingen traf die Gruppe dann auf die Ortsvorsteherin Waltraud Barth-Lafargue und ihren Stellvertreter Horst Lamparth. Da ging es um den Dorfladen und die Supermarktpläne, den schön gestalteten Platz vor dem Theater Lindenhof in Melchingen mit seinen Baum-Kulturdenkmälern, den Bänke und schließlich in der Lauchterstraße um die barrierefrei gestaltete Bushaltestelle.

Die ist zwar noch nicht fertig, wird aber, da die Busse im Kreisverkehr fahren, durch die Höhe des Randsteins und eine schräge Anordnung des Weges behindertengerecht sein. "Und das kommt ja nicht nur gehbehinderten Menschen zu Gute, sondern etwa auch Müttern mit Kinderwagen", betonte Martin Rosemann. Oder wie der einstige Intensiv-Radsportler Davide Licht ergänzte: Auch Menschen die mal kurzfristig wegen einer Verletzung körperlich eingeschränkt sind.

Der Rathauschef hob derweil nicht nur die Leistungen und die Hilfe des IT-Chefs Mauz für die Schulen hervor, sondern auch die gute Zusammenarbeit mit der Dorfverwaltung in Melchingen und den ständigen Austausch. Gerade bei großen Baumaßnahmen sei dies wichtig und für die Menschen im Ort von Vorteil.