Sunna Ott (von links), Eberhard Zimmermann und Sebastian Schnitzer sind am Freitag auf der Bühne des Jugend- und Kulturzentrums Klosterhof in "Romeo und Julia – es war die Lerche" zu sehen. Foto: Heinig

Kultur: Besonderes Inszenierung ab Freitag im Jugend- und Kulturzentrum Klosterhof zu sehen

"Romeo und Julia – es war die Lerche" betitelte einst Ephraim Kishon seine weiterführende Erzählung über das berühmteste Liebespaar der Welt. Eine 2.0-Version ist ab Freitag, 17. September, im Jugend- und Kulturzentrum Klosterhof zu sehen.

VS-Villingen. Mustafa Karakolcu und Eberhard Zimmermann sind die Regisseure einer außergewöhnlich kombinierten Theaterproduktion, in der dem Publikum gleich zu Beginn einzelne berühmte Szenen des Klassikers von William Shakespeare von den jugendlichen Darstellern ­Anouk Steinmann und Mehmet Demirdag dargeboten werden.

Ganz entscheidend bei der Originalversion: Ihre Liebe konnte aus Shakespeares Feder heraus nur durch den dramatischen Tod der beiden zur Vollkommenheit gelangen. Doch jetzt beginnt Kishons rasante Komödie: Romeo (Sebastian Schnitzer) und Julia (Sunna Ott) haben überlebt!

29 Jahre später leben sie mit ihrer 14-jährigen pubertierenden Tochter Lucretia in einer kleinen Wohnung in Verona. Romeo schlägt sich als Ballettlehrer durch und Julia kümmert sich um den Haushalt. Romeo hat inzwischen nur noch Augen für Lisa. Und Julia ist das tägliche Einerlei viel zu anstrengend. Tägliche Streitereien sind der Ehealltag des weltberühmten Liebespaares. Doch Rettung naht. Der nicht mehr ganz taufrische William Shakespeare (Eberhard Zimmermann) erscheint als Geist, um sein Werk zu vollenden: Er will die beiden abermals in den Selbstmord treiben. Lucretia verliebt sich in den unerlässlich dichtenden "Willie" und die beiden wollen in die Welt hinausziehen, um zu erfahren, was Liebe ist.

Womit Romeo aber gar nicht einverstanden ist. "Kommt nicht in Frage. Vergiss nicht, dass der Kerl deine Mutter und mich beinahe umgebracht hat".

Weitere Personen der Handlung sind Pater Lorenzo und die alte Amme von Julia. Ergänzt wird die Theater­produktion von eingereichten Smartphone-Kurzfilmen ­zwischen 60 und 300 Sekunden Dauer rund um das ­Thema "Große Liebe".

Die Premiere ist am Freitag, 17. September, 19 Uhr, im Klosterhof. Weitere Vorstellungen gibt es am 19., 22., 23., 26., 29. und 30. September, 3., 6., 8., 9., 13., 15., 17., 20., 21. und 22. Oktober. Der Eintritt kostet 18, ermäßigt zehn Euro. Karten gibt es online unter www.tickets.vibus.de, im Kulturamt oder im Franziskanermuseum.

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