José Antonio Martínez Velasco kommt aus Venezuela, wohnt in Bisingen und schreibt Bücher auf Spanisch. Foto: Alexander Kauffmann

José Antonio Martínez Velascos wohnt in der Kirchspielgemeinde und hat einen Roman „Junto al Umbral“ auf Spanisch veröffentlicht.

José Antonio Martínez Velasco kommt aus Venezuela, wohnt in Bisingen und hat einen Roman auf Spanisch geschrieben. Übersetzt heißt das Werk etwa „Neben der Schwelle“ (Original: Junto al Umbral).

 

Gemeint ist die Schwelle zwischen Realität und scheinbar unerklärbaren Phänomenen, die der Autor erzählerisch umsetzt. Velasco: „Es geht um Übernatürliches.“

Die Protagonisten sind zwei junge Männer, die besondere Begabungen haben: Der eine kann mit Träumen die Zukunft vorhersagen, der andere erhält mit dem Einsatz eines Pendels hellsichtige Informationen.

Trotz Angst und Risiko

Nun versuchen beide, eine wissenschaftliche Erklärung für all das zu finden, was sie aus eigenem Erleben erfahren. „Trotz Angst und Risiken wollen sie das Geheimnis lüften“, berichtet der Autor.

Die Handlung spielt in der venezolanischen Hauptstadt Caracas im Jahr 1912. Die damals herrschende Diktatur ging repressiv gegen die Universität der Stadt vor. Es herrschte Unruhe in einer sonst florierenden Stadt.

Abenteuer, Historie, Liebe

So richtig in eine Schublade kann man den Roman nicht stecken, es geht um ein Abenteuer, reale Historie und Liebesgeschichten.

Ob der Autor an das von ihm beschriebene Übernatürliche selbst glaubt? José Antonio Martínez Velasco: „Ich betrachte die Phänomene aus wissenschaftlicher Sicht, aber ich würde sie nicht ausschließen.“

Inspiriert in Berlin

Wie ist José Antonio Martínez Velasco auf die Geschichte für seinen Roman gekommen? Der Autor kennt Caracas zwar, kommt ursprünglich aber aus San Cristóbal in den Anden, das dort auf mehr als 2000 Metern Höhe liegt. Tatsächlich hatte er die Idee aber in Deutschland, genauer am Ibero-Amerikanischen Institut in Berlin.

Ein Stipendium ermöglichte ihm den Auslandsaufenthalt im Studium, und während der Forschungen für seine Doktorarbeit im Bereich strategisches Management entdeckte er vielmehr zufällig Bücher über südamerikanische Literatur.

Er stieß in dieser Zeit auch auf eine mexikanische Internetseite, auf der besondere Dienstleistungen angeboten wurden: Mit einem Pendel, so das Versprechen im Internet, könnten die Mitarbeiter Gegenstände wiederfinden.

Der Autor will dazu noch einen Mann kennengelernt haben, der Kurse angeboten haben soll, um solche Fähigkeiten zu lernen.​

Autor lebt in Bisingen

All das hat Velasco inspiriert, eine eigene Geschichte zu schreiben, an der er seit 2010 immer wieder arbeitete. Veröffentlicht hat er es mit einem spanischen Verlag im November 2025, inzwischen befindet er sich mitten in der Werbephase, die noch das ganze Jahr dauern wird.

Er ist übrigens kein hauptberuflicher Autor, er studierte Betriebswirtschaftslehre und Jura, unter anderem in Madrid und Berlin.

Seit 20 Jahren arbeitet er bei deutschen Firmen, seit etwa einem Jahr wohnt der Familienvater in Bisingen, arbeitet bei einem Unternehmen in Tübingen und seit 2017 lebt er dauerhaft in Deutschland, zuvor war er in Norddeutschland beheimatet.

Lesung in der Bisinger Bücherei auf Spanisch

​Buchvorstellung José Antonio Martínez Velasco stellt sein Buch „Junto al Umbral“ am Freitag, 6. März, von 16.30 Uhr an in der Bisinger Bücherei vor. Die Lesung wird auf Spanisch stattfinden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, mit dem Autor ins Gespräch zu kommen. Das Buch soll noch ins Deutsche und ins Englische übersetzt werden.