Jürgen Hermann aus St. Georgen kann stolz auf sich sein, findet Polizeidirektor Michael Rupp.  Foto: Balk

Anfang August rettete Jürgen Hermann aus St. Georgen am Münchner Hauptbahnhof eine Rollstuhlfahrerin aus einer lebensgefährlichen Situation. Für seinen Einsatz hat sich die Polizei nun bedankt. 

St. Georgen/München - Als rettender Helfer am Münchner Hauptbahnhof hatte es Jürgen Hermann aus St. Georgen (Schwarzwald-Baar-Kreis) vor einigen Wochen bundesweit in die Schlagzeilen geschafft. Durch sein schnelles Eingreifen konnte der 37-Jährige eine Rollstuhlfahrerin vor dem sicheren Sturz in die Gleise bewahren. Nun hat sich die Bundespolizeidirektion offiziell bei Hermann für seinen Einsatz bedankt und ihn mit einer Urkunde bedacht.

Zusammen mit seiner Tochter und seiner Frau durfte Hermann auf Einladung der Polizei erneut das Wochenende in München verbringen – diesmal ohne unerwartete Zwischenfälle, wie Hermann nach der Ehrung am Montag im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten berichtet. "Es war toll", lautete sein Fazit.

Polizeidirektor Michael Rupp betonte einer Mitteilung der Polizei zufolge, Herrmann habe einen Menschen aus einer sehr gefährlichen, vermutlich sogar lebensbedrohlichen Situation gerettet. "Sie können stolz auf sich sein und sind ein Vorbild für viele andere."

Nach der Ehrung ging es für Hermann und seine Familie noch ins Krankenhaus, wo die drei die 56-jährige Rollstuhlfahrerin besuchten, der Hermann am Münchner Hauptbahnhof zu Hilfe geeilt war. Zwar habe man schon einige Male telefoniert, berichtet der St. Georgener, er freue sich nun aber, die Frau noch einmal persönlich sehen zu können und sich selbst ein Bild davon machen zu können wie es der 56-Jährigen nach dem Unglück geht. Denn auch wenn der Einsatz des St. Georgeners Schlimmeres verhindern könnte – nach dem Fast-Sturz in die Gleise des Münchner Hauptbahnhofs musste die Rollstuhlfahrerin dennoch mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden.