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Rollende Abstrichstelle Corona-Mobil startet im Kreis Freudenstadt

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Blick ins Innere des ehemaligen Krankenwagens. Foto: Rath

Kreis Freudenstadt - Im Kreis Freudenstadt gibt es jetzt eine rollende Abstrichstelle für Covid-19-Tests. Das Corona-Mobil ist einsatzbereit. Es ermöglicht Flächentests an Schulen, Betrieben oder Seniorenheimen.

Am Mittwoch stellten Vertreter von Landratsamt und Kreisärzteschaft das rollende Abstrichzentrum vor. In dem Fahrzeug können Patienten untersucht und Abstriche genommen werden. Das Corona-Mobil ergänzt die elf Schwerpunktpraxen und die zentrale Abstrichstelle für den Kreis in der Praxisgemeinschaft "Ärzte am Spritzenhaus" in Baiersbronn.

Wagen erspart viel Verkehr

Das Fahrzeug soll vor allem dort zum Einsatz kommen, wo viele Tests in kurzer Zeit genommen werden sollen, etwa in Altenheimen, Kindergärten, Schulen, Betrieben oder Flüchtlingsheimen. Das Mobil erspare vielen Testkandidaten, die kein Auto haben oder nur schwer transportiert werden können, die Fahrt zu einer Praxis. Gleichzeitig sinke damit das Risiko einer Verbreitung des Virus’.

Testbetrieb läuft glatt

"Die Abläufe der Corona-Tests in den Praxen sind hervorragend organisiert. Es läuft sehr schnell und eingespielt", so Landrat Klaus Michael Rückert. Das Corona-Mobil sei eine "großartige Ergänzung" dazu. Entsandt werde das Fahrzeug vom Gesundheitsamt im Landratsamt. Dessen Leiter Axel Schneider sieht ebenfalls einen großen Vorteil durch den Einsatz des Mobils. Die Mediziner an Bord sind Matthias Kraft, Vorsitzender des Ärztenetzes im Kreis Freudenstadt und Corona-Beauftragter der niedergelassenen Ärzte, sowie Hans-Jörg Schaible vom Medi-MVZ "Ärzte am Reichenbach" in Klosterreichenbach.

Ärzte haben Stufenplan

Beim Fahrzeug handelt es sich um einen ausgemusterten Krankenwagen des Katastrophenschutzes. Der Transporter, Baujahr 1995, gehört dem Landkreis und ist erst 22 000 Kilometer gelaufen. Kreisbrandmeister Frank Jahraus hat das Fahrzeug ausgeguckt, sein Stellvertreter Jörg Möhrle brachte es durch den TÜV. Die medizinische Ausstattung steuern die Ärzte bei. Die Idee dafür entstammt der Ärzteschaft, die sich in der Pandemie-Pause im Sommer einen "Stufenplan" für den erwarteten Anstieg der Infektionszahlen im Herbst zurechtgelegt hatte.

Der Wagen verfügt neben Instrumenten zur Untersuchung über Liege, Drucker und Kartenlesegerät. Die Möglichkeiten entsprechen damit denen eines Testzentrums an Flughäfen, so Kraft. Der Ausdruck erhalte automatisch einen Barcode für das Labor, mit dem der Patient nach Auswertung seiner Probe auch das Testergebnis abrufen kann. "Es ist gut organisiert, sodass wie schnell arbeiten können", so Kraft.

Fieberambulanz kommt

Aufgebaut wird derzeit auch die neue Fieber-Ambulanz für den Landkreis. Laut Kraft soll sie zunächst mit drei Untersuchungsplätzen starten und damit deutlich kleiner sein als die erste Ambulanz in der Riedsteighalle in Dornstetten. Dort sollen ausschließlich Kinder und Jugendliche untersucht werden. Bei Bedarf lasse sie sich auf neun Untersuchungsplätze erweitern.

Laut Landrat Rückert kommt die Infektambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg diesmal nach Schopfloch, ebenfalls zentral im Landkreis gelegen und über die B 28 schnell erreichbar. Vorteil sei, dass so der Vereinssport in Dornstetten nicht zum Erliegen gebracht werde. In der zentralen Fieberambulanz sollen Kinder und Jugendliche mit Infektbeschwerden untersucht werden. Ziel ist es, die Hausarztpraxen und die Notaufnahme des Krankenhauses zu entlasten und gegen die Einschleppung von Corona zu schützen.

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