Rolf Biller hat auf der Versammlung des DRK Ettenheim/Altdorf als Vorsitzender seinen letzten Bericht erstattet – sein Nachfolger ist Manfred Hoffmann.
Für das Jugendrotkreuz berichtete ebenfalls letztmals dessen langjährige Leiterin Beate Kostanzer. Auch sie hatte schon im Vorjahr mit Timm Osterhorn und Nathalie Kopf eine intern gewählte Nachfolge gefunden, die jetzt nur noch vom Plenum formal bestätigt wurde.
Vier Jugend-Leiter hatten voriges Jahr aktuell 20 junge Mitglieder betreut, zahlreiche Gruppenstunden zu Themen von Erster Hilfe über Know How bis zu Wassersicherheit und Mitmenschlichkeit veranstaltet. Mitgeholfen hatte der Nachwuchs bei DRK-Ereignissen wie Blutspendeaktionen, ansonsten beim Ettenheimer Stadtradeln mitgemacht und gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr beim Sommerferienprogramm auch über die „Notfallhelden“ informiert.
Lohn des vielfältigen jungen Engagements: Ein Hüttenwochenende in der Pfalz und nebenbei auch noch Pizzabackaktionen, Ausflüge, Schwimmbad-Besuche und schließlich ein Weihnachtsprogramm.
Helfer absolvieren 2025 rund 385 Einsätze
Viele Helfer waren durchschnittlich mehr als ein mal täglich unterwegs. Unglaubliche 385 Einsätze waren im Rahmen des Programms „Helfer vor Ort“ voriges Jahr gefahren worden, berichtete Bereitschaftsleiter Sven Biller. Dafür standen 14 aktive Helfer in der Regel sogar in Zweierteams im 24-Stunden-Bereitschaftsdienst von montags bis freitags, dabei gar 85 Prozent der Zeit abdeckend.
Insgesamt waren dabei etwa 420 Patienten versorgt worden. Über das Ortenauer DRK wurde man überdies mit zu einer Bombenräumung nach Freiburg und zu einem Vorfall in einem Freizeitpark gerufen.
Die insgesamte Zahl der bereitschaftsdienstleistenden Mitglieder konnte erneut auf jetzt 30 gesteigert werden. Die engagieren sich nun zusätzlich auch bei einem neuen regelmäßigen Seniorennachmittag des Altdorfer Ortsteils mit Fahrdiensten. Neu ausgebildet wurden zwei Rettungshelfer, ein Rettungssanitäter und fünf Sanitätshelfer.
Wasserwacht registriert insgesamt 14 Alarme
Bei der Wasserwacht waren voriges Jahr 14 Alarme über den Wasserrettungsdienst im Bezirk Rhein-Kinzig angefallen, darunter sieben Suchtechnik- Sonareinsätze, vier Taucher- plus zwei Führungsgruppeneinsätze und zusätzlich eine „Sonderlage“ in Hornberg mit nächtlicher Suche nach einem Zweijährigen.
Der verhinderte Wasserwachtleiter Stefan Holtfoth ließ weiter verlesen, dass derzeit 13 aktive Mitglieder einsatzbereit sind, darunter drei neu ausgebildete Rettungsschwimmer und ein weiterer Rettungstaucher. Insgesamt hatte die „Gemeinschaft Wasserwacht“ des DRK voriges Jahr rund 540 Arbeitsstunden geleistet.
Auch Kassenwartin Sandra Eble verabschiedete sich nach langjähriger Vorstandstätigkeit mit einem letzten Finanzbericht. Danach wurden annähernd gleiche Einnahmen und Ausgaben mit überschaubarem leichtem Minus eingefahren- und das bei einem Jahresumsatz von deutlich mehr als 50 000 Euro.
Eble wie auch der gesamte Vorstand wurden einstimmig entlastet. Später beschlossen die DRK-Mitglieder noch ihren neuen Wirtschaftsplan für das laufende Jahr. Der aktuelle Verwaltungshaushalt umfasst jetzt etwa 46 000 Euro an Volumen samt rund 9800 Euro an Neuinvestitionen bei nahezu ausgeglichenem Ergebnis.
Biller erhält zum Abschied viel Lob
Zum neuen DRK-Ortsvorsitzenden wurde einstimmig Manfred Hoffmann gewählt. Stellvertreter bleibt Harald Heiler, und Benedikt Dietrich wurde ebenso einstimmig zum neuen Kassenwart bestimmt.
Bereitschaftsleiter bleibt weiterhin Sven Biller, während die Wasserwacht neu von Maximilian Müller geführt wird. Formal bestätigt wurden die schon vorab vom Nachwuchs gewählten neuen Jugendleiter Timm Osterhorn und Nathalie Kopf.
Anschließend würdigte der Ortenauer Kreiswasserwachtleiter Johannes Waschpusch das erneut hohe Engagement von Rolf Biller als Interimsvorsitzenden über zwei Jahre in personell schwieriger Zeit.
Biller sei immer ein ruhender Pol in der DRK-Gemeinschaft gewesen und habe gemeinsam mit dem früheren früh verstorbenen Vorsitzenden Jürgen Leser mit Verlässlichkeit und Weitblick maßgeblich zur Stabilität und Weiterentwicklung des Ettenheimer Ortsvereins beigetragen.
Ehrungen
Für 20 Jahre DRK-Mitgliedschaft wurde Gerd Dietrich mit Urkunden vom Kreis- und Landesverband geehrt. Mit Treue-Abzeichen in Bronze und für 15 Jahre, darunter vielen im Vorstand, wurde Sandra Eble geehrt. Urkunden für zehn Jahre erhielten Réka Admaos und Annika Kopf, für fünf Jahre Levi Bing und Alexander Hanke.