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Rohrdorf Wird die Streuobstwiese bald von der UNESCO geschützt?

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Mit dem UNESCO-Antrag eine Runde weiter (von links): der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, "Hochstamm"-Vorsitzende Martina Hörmann und ihr Stellvertreter Thomas Wick im letzten Jahr auf dem Walddorfer Streuobstpfad. Foto: Klein-Wiele Foto: Schwarzwälder Bote

Rohrdorf (kw). Der in Rohrdorf ansässige Verein "Hochstamm Deutschland"" ist mit seinem Antrag auf Aufnahme des Streuobstanbaus in das UNESCO-Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes einen Schritt weitergekommen. Das erfuhr der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel jetzt von der Vorsitzenden Martina Hörmann, die dem Parlamentarischen Staatssekretär ausdrücklich für seine Unterstützung dankte.

Vor exakt einem Jahr hatte Fuchtel als Vertreter des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) dem Vorstandsteam eine Förderung in Höhe von 26 000 Euro aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) überreicht. Damit wurde das Projekt "Streuobst-Kampagne" unterstützt. Damals schon hatte Fuchtel die Mitglieder ermuntert, den Antrag auf Aufnahme in das UNESCO-Verzeichnis weiterzuverfolgen. Nun erhielt die Vorsitzende aus dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg die positive Nachricht, dass der Verein eine Runde weiter ist. "Wir freuen uns sehr, dass unser Vorhaben die erste Hürde auf dem Weg in das UNESCO-Verzeichnis geschafft hat", schrieb Hörmann dem CDU-Politiker. Der Teilerfolg fuße unter anderem auf der Unterstützung durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), die beim BMEL angesiedelt ist. Nun wolle man daran weiterarbeiten, auch noch in das bundesweite Verzeichnis aufgenommen zu werden. Dazu sei man weiterhin auf Mitarbeit angewiesen. "Unser Wunsch ist es, der UNESCO noch einmal zu verdeutlichen, wie vielfältig die Streuobstkultur in Deutschland ist und wie intensiv ihre Bewirtschaftung sowie alle weiteren damit verbundenen kulturellen Ausdrucksformen auch heute noch betrieben werden", konstatiert Martina Hörmann.

Kulturgut Streuobst beim Verbraucher ins Bewusstsein rücken

In Walddorf unterhält der gemeinnützige Verein, der 2018 gegründet worden ist, einen Streuobstpfad. Hochstamm Deutschland setzt sich für den Erhalt von Hochstamm-Streuobst ein. Zu den Mitgliedern zählen wichtige Kooperationspartner wie NABU, BUND und Landesnaturschutzverband Baden- Württemberg. Die Beantragung des Immateriellen Kulturerbes bei der UNESCO für die Pflege der Streuobstwiesen soll dazu beitragen, das lebendige Kulturerbe weltweit zu erhalten, zu pflegen und zu fördern.

Um den langfristigen Erhalt der Bestände sichern zu können, soll das Kulturgut Streuobst beim Verbraucher stärker ins Bewusstsein gerückt werden. Damit sollen die Menschen gegenüber dem drohenden Verlust der Bestände sensibilisiert werden. Die Arbeit von Hochstamm Deutschland sei "gelebter Artenschutz", betonte Fuchtel. Ziel des BMEL sei, ländliche Regionen durch die Unterstützung bedeutsamer Vorhaben und Initiativen als attraktive Lebensräume zu erhalten und weiterzuentwickeln. Ein gelungenes Beispiel dafür sei Hochstamm Deutschland.

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