Geschäftsleiterin Simone Hauser-Banholzer gibt einen Einblick in die Eventbranche in der Rötenmühle. Foto: www.sbullinger.de

Die Rötenmühle in Vöhringen setzt auf Events statt Gastronomie: Die Geschäftsleitung erklärt den Wandel und neue Trends in der Eventbranche.

Die Rötenmühle in Vöhringen blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Das Anwesen war im Laufe der Jahre mehrfach gastronomisch verpachtet, bevor es vor rund eineinhalb Jahren von der Hauser Rötenmühle GmbH übernommen wurde. Seither wird die traditionsreiche Anlage als Eventlocation betrieben.

 

Geschäftsleiterin Simone Hauser-Banholzer und ihre Kollegin Nathalie Rinker berichten im Gespräch mit unserer Redaktion über die aktuelle Situation. Wie viele Bereiche sei auch die Eventbranche von steigenden Preisen und wachsendem Kostendruck betroffen.

Das Nutzungskonzept der Rötenmühle umfasst sowohl private als auch geschäftliche Veranstaltungen. Neben Hochzeiten, Geburtstagen und Familienfeiern finden dort auch Firmenveranstaltungen wie Weihnachtsfeiern, Meetings oder Workshops statt. Zudem nutzt das Unternehmen Hauser Massivbau selbst regelmäßig die Räumlichkeiten.

Drei verschiedene Locations

Für Veranstaltungen stehen drei unterschiedliche Bereiche zur Verfügung: die Mühle, die Eventscheune und das sogenannte „Hauserversum“. Je nach Bedarf bieten diese Räume verschiedene Möglichkeiten, etwa mit Bühne, digitaler Leinwand oder Wintergarten. Das Gelände ist zudem von Naturflächen und einer Tierwiese umgeben.

Die Eventlocation Rötenmühle. Foto: www.sbullinger.de

Nach Angaben von Hauser-Banholzer gab es im ersten Jahr des neuen Konzepts etwa 50 bis 60 Veranstaltungen. Aktuell liege die Zahl bei durchschnittlich zwei bis drei Veranstaltungen pro Woche, eine Entwicklung, die sich auch im laufenden Jahr fortsetze.

Gestiegene Kosten in der Branche

Leitgedanke des Konzepts ist der Slogan „Gemeinsam Zukunft Bauen“. Dieser spiegele sich in den unterschiedlichen Veranstaltungen wider, unabhängig davon, ob es sich um private Feiern, Firmenveranstaltungen oder Angebote für Familien und Kinder handle. Simone Hauser-Banholzer hat als Speakerin den Wunsch, Menschen Impulse für eine bessere Zukunft zu geben. Hierfür werden Events für Erwachsene in Form der „Mühlennacht“ und für Kids in Form von „Kalle-Events“ angeboten.

Trotz gestiegener Kosten in allen Lebensbereichen sei die Nachfrage bei ihnen stabil, erklärt Rinker. Bei Veranstaltungen wie Hochzeiten sei zudem ein Wandel zu beobachten: Diese würden wieder „wertvoller und bodenständiger“ gestaltet. Der Fokus liege stärker auf dem emotionalen Wert.

Anpassungen gibt es im Servicekonzept. So können Kunden, falls gewünscht, eigene Servicekräfte und Getränke mitbringen. Die Speisen werden jedoch weiterhin von der Rötenmühle bereitgestellt. Verantwortlich dafür ist der Spitzenkoch Daniel Mästling. Ein Grund hierfür seien unter anderem einzuhaltende Hygienestandards. Ergänzend stellt die Rötenmühle eine Servicekraft zur Koordination. Es kann aber auch der komplette Service dazu gebucht werden.

Gastronomie ist geschlossen

Die frühere, durchgehend gastronomische Nutzung für die Öffentlichkeit besteht derzeit nicht mehr. Für einzelne besondere Veranstaltungen wurde die Gastronomie jedoch bereits punktuell geöffnet. Laut Hauser-Banholzer sei die Resonanz aus der Bevölkerung darauf positiv gewesen. „Eine regelmäßigere Öffnung an ausgewählten Tagen ist grundsätzlich denkbar, konkrete Planungen gibt es derzeit schon,“ erklärt sie.

Seit der Umstellung wurden zudem mehrere Neuerungen umgesetzt. Dazu zählen unter anderem ein neu angelegter Steg, der insbesondere bei Hochzeiten genutzt wird, eine erneuerte Fassade, eine Murmelbahn für Kinder sowie der zusätzliche Veranstaltungsraum „Hauserversum“.