Einige Haushalte in Dieboldsberg sind noch immer nicht ans Trinkwassernetz angeschlossen. (Symbolbild) Foto: Beyer

Mehrere Häuser im Alpirsbacher Ortsteil Dieboldsberg sind noch immer nicht an das Trinkwassernetz angeschlossen. Eigentlich sollten bereits im zurückliegenden Jahr die entsprechenden Leitungen verlegt werden. Auch in Römlinsdorf sollten längst die Bagger rollen. Was steckt also hinter der Verzögerung?

Bei der jüngsten Sitzung des Alpirsbacher Gemeinderats ging es auch um die Neuverlegung von Wasserleitungen im Stadtteil Römlinsdorf und auf dem Dieboldsberg. Stadtbaumeister Rudolf Müller erklärte zu diesem Punkt den Sachverhalt.

 

Müller führte aus, dass mit diesen Arbeiten eigentlich schon 2024 begonnen werden sollte, allerdings hätten auch die Planungsbüros mit Personalengpässen zu kämpfen. Deshalb verzögert sich auch der Baubeginn. Voraussichtlich werde im März oder April – je nach Witterung – mit den Arbeiten begonnen.

Bei der Neuverlegung in Römlinsdorf geht es um das Gebiet Burgösch. Dort soll eine Wasserleitung aus dem Jahr 1960 erneuert werden. Dabei sollen auch Absperrmöglichkeiten zu den einzelnen Anliegern geschaffen werden.

Bisher eigene Versorgung

Im Bereich Dieboldsberg sollen Gebäude, die bisher eine eigene Wasserversorgung hatten, an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen werden. Zudem sind dort auch Anschlüsse vorgesehen, um Flächen für eine Erschließung vorzubereiten.

Wie Müller weiter ausführte, hat die Ausschreibung, die für beide Gebiete galt, um günstigere Preise zu erzielen, zu vier Angeboten geführt. Das günstigste Angebot einer Firma für Rohrleitungsbau aus Mössingen lag bei 203 185 Euro – deutlich weniger als ursprünglich angenommen. Denn im Haushalt waren für diese Maßnahme 360 000 Euro eingeplant.

Joachim Hermann (ZfA) sagte, dass die Gebäude am Ende der Straße ja eine Eigenwasserversorgung haben und wollte wissen, ob die Stadt verpflichtet ist, diese Wasseranschlüsse auf städtische Kosten zu schaffen. Müller erklärte, dass die Stadt durchaus verpflichtet ist, die Wasserversorgung sicherzustellen.

Zu den Kosten für die Grundstückseigentümer erläuterte Kämmerer Rolf Wöhrle, dass beim erstmaligen Anschluss Gebühren anfallen. Amtsverwalter Norbert Beck sagte ergänzend dazu, dass es nach der Gemeindeordnung durchaus einen Anschluss- und Benutzungszwang gebe. Bei einer Enthalten stimmte der Gemeinderat der Vergabe zu.