Der Steinkreis aus der Römerzeit soll einen Durchmesser von 60 Metern haben. Foto: Steinmetz

Der in Empfingen von Archäologen entdeckte Steinkreis aus der Römerzeit ist ein Rätsel – zumindest noch. Wie es jetzt mit dem Fund weitergeht und wie das Rätsel möglicherweise gelöst werden kann, erklärt die Firma ArchaeoConnect aus Tübingen.

Empfingen - In Empfingen wurden im künftigen interkommunalen Gewerbegebiet römische Überreste gefunden. Die Firma ArchaeoConnect aus Tübingen ist seit Ende Juni mit den "Rettungsgrabungen" beschäftigt, bei der ein Steinkreis mit einem Durchmesser von 60 Metern zu Tage kam, der wohl frühestens 85 nach Christus zu Zeiten der Römer errichtet wurde.

Ein einzigartiger Fund

Für Geschäftsführer Jochen Xander von ArchaeoConnect ist es noch immer ein Rätsel, was es mit dem Steinkreis auf sich hat: "Sowas kenne ich aus meinen ganzen 15 Jahren in der Archäologie nicht." Mit einem Stadtgraben oder Grubenhaus hätte man vielleicht rechnen können, es ist ja bekannt, dass die Römer in der Gegend gesiedelt haben. Welche Funktion der Steinkreis hatte, bleibt allerdings zunächst unklar.

So geht es weiter

Die nächsten Schritte sind jetzt erst einmal, bis voraussichtlich Mitte nächster Woche die Grabung fertig zu machen und nachzubereiten. Die Dokumentationen über die Funde werden danach an das Denkmalamt weitergegeben. Was dort genau damit passieren wird, ist noch unklar. Möglicherweise wird das Denkmalamt das Thema an einen Doktoranden oder Masterstudenten weitergeben, der die Funde interpretiert. Vielleicht gibt es auch in der Literatur Hinweise auf den Steinkreis. Was dabei herausgefunden werden kann, ist zum jetzigen Stand noch komplett offen.

Xander: "Leider ist es oft so, dass wir in unserem Beruf mehr Fragen aufwerfen als wir beantworten."