Ortsvorsteher Reiner Ullrich (rechts) und Bauhofleiter Thomas Gaiselmann sind für die Eröffnung der neuen Ausstellung „Römisches Ziegelhandwerk“ am kommenden Freitag in Waldmössingen gerüstet. Foto: Herzog

Am kommenden Freitag, 19. Mai, wird die Ausstellungsreihe im Römerkastellturm mit der Eröffnung einer Wanderausstellung fortgesetzt. Diesmal dreht sich alles um Römische Ziegel.

Anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Schramberg-Waldmössingen“ im Jahr 2022 wurde die Römerausstellung im Römerkastellturm auf dem „Schafbühl“ neu gestaltet.

Mit über 800 Besuchern hatte sie einen untererwartet hohen Zuspruch erfahren, weshalb Stadtarchivar Carsten Kohlmann, Klaus Kortüm und Johann-Christoph Wulfmeier vom Landesdenkmalamt an einer Fortsetzung bastelten, wie Ortsvorsteher Reiner Ullrich jüngst im Ortschaftsrat berichtete.

Römische Ziegel

Unter dem Motto „Römische Ziegel – Ton und Technik“ werde nun eine weitere Ausstellung zur örtlichen, römischen Zivilisations- und Militärgeschichte der Öffentlichkeit präsentiert. Dabei handle es sich um eine Wanderausstellung des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg und des Limesmuseums Aalen aus dem Jahre 2010 und werde an die Räumlichkeiten des Kastellturms angepasst.

Vernissage am Freitag

Die Vernissage finde im Vorfeld des internationalen Museumstags (Sonntag 21. Mai) am Freitag, 19. Mai, um 18 Uhr am Kastellturm statt, informierte Ullrich. Besucht werden könne die Ausstellung danach immer sonntags und feiertags von 13 Uhr bis 17 Uhr. Um sie wirksam zu bewerben würden Plakate und Banner aufgehängt und Flyer flächendeckend in die Haushalte gebracht. Für die Erstellung sei ein örtlicher Grafiker für 1600 Euro beauftragt worden.

Hinweis auf die Historie

Für die Zeit der Ausstellung bis Ende Oktober schlage die Ortsverwaltung vor, Waldmössingen als historische, römische Stätte an den Ortseingängen auszuweisen. Der Bauhof habe dafür extra Holzschilder gefertigt, die den Stadtteil als „Römerdorf Waldmössingen“ darstellten. Auch habe der Bauhof für die Ausstellungsstücke eine Vitrine aus Holz aus dem Gemeindewald in Eigenleistung hergestellt, schilderte der Ortsvorsteher.

Mehrfach Ausgrabungen

Der historische Grund und Boden in Waldmössingen (Römischer Vicus) sei in der Vergangenheit wiederholt Anlass für verschiedene archäologische Ausgrabungen gewesen. Die bevorzugt auf einer Hochebene im Vorfeld des Schwarzwalds gelegene Lage hätten schon die Römer zu schätzen gewusst. Das auf dem Schafbühl errichtete Kastell habe als Überwachung und zur Sicherung des Gebiets gedient. „Waldmössingen bietet somit für die Gesamtstadt einen Ort mit der ältesten Kultur-, Siedlungs- und Zivilisationsgeschichte.

Die Vergangenheit zeigen

Aus diesem Grund seien es der Ortsverwaltung und dem Ortschaftsrat wichtig, diese römische Vergangenheit mit wiederkehrenden Ausstellungen im Römerkastellturm einem breiten Publikum zu zeigen“, bekräftigte Ullrich.

Von der Idee, Werbebanner an den Fahnenmasten vor der Ortsverwaltung aufzuhängen, konnte sich Ortschaftsrat Jürgen Kaupp in der jüngsten Gremiumssitzung nicht begeistern. „Das kann man doch nicht lesen, wenn der Wind weht. Ein über die Seedorfer Straße gespanntes Banner wäre sicher besser“, argumentierte Kaupp. Mit dessen Enthaltung stimmte der Ortschaftsrat den von der Verwaltung vorgeschlagenen Werbemaßnahmen für die Ausstellung zu.