Die Dietenbach-Gegner haben mit einer Mahnwache am Rande der Rodungsarbeiten Stellung bezogen. Foto: Ralf Deckert

In Freiburg müssen Bäume für den neuen Stadtteil Dietenbach weichen. Aktivisten wollen die Baumfällarbeiten stoppen und setzen den Protest fort.

Am Rande des Stadtteils Rieselfeld in Freiburg sind am Montag die Rodungsarbeiten im Dietenbachwald fortgesetzt worden. Bereits am Samstag wurde dort mit den Baumfällarbeiten begonnen. Die Polizei war am Samstag mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, um die besetzten Baumhäuser zu räumen.

 

Beim Einsatz am vergangenen Samstag hatte die Polizei zudem zusammen mit dem Technischen Hilfswerk einen Demonstranten aus einem Erdloch befreien müssen, wo er sich angekettet und in ein Rohr einbetoniert hatte. Laut Polizeiangaben blieb der Mann weitgehend unverletzt.

Wenige Aktivisten protestieren weiter gegen die Rodungen. Foto: Ralf Deckert

Am Montag harrten nur noch wenige Demonstranten, begleitet von einer Mahnwache, ein paar solidarischen Bürgern und der Polizei, auf den verbleibenden Bäumen aus. Zwischenfälle habe es bis Montag Nachmittag keine gegeben, erklärt Polizeisprecher Michael Schorr auf Nachfrage unserer Redaktion.

Erschließungsarbeiten machen Baumfällungen notwendig

In dem Waldstück im Freiburger Westen werden auf einer Fläche von etwas mehr als vier Hektar Bäume gefällt, da dort Erschließungsarbeiten für den Stadtteil Dietenbach nötig sind. Dort sollen einmal 16 000 Menschen leben. Gegen die Baumfällungen war seit drei Jahren protestiert worden.

Mit den Demonstranten auf dem Baugelände wolle man deeskalierend umgehen, so Schorr weiter. Die Bäume würden derzeit noch nicht geräumt werden.