Der Opener des Abends: die Band Separatør aus dem Horber Raum Foto: Thomas Fritsch

Die 42. Rocknacht stand in der Alten Seminarturnhalle Nagold an. Das bedeutete: vier Bands, 200 Fans, jede Menge Hard Rock und Metal – leise war es nicht.

Brachiale Shouts waren angekündigt. Und brachiale Shouts kamen. Kann man nichts sagen. Die 42. Nagolder Rocknacht in der Alten Seminarturnhalle hat am Samstag mit Brüllern begonnen. Kein Aufwärmen, kein Vorspiel, gleich in die Vollen. Das Grollen, als ob man T-Rex auf den Fuß getreten wäre, hat einen Namen: „Separatør“.

 

Separatør war eine von vier Bands, die bei dieser Rocknacht rund 200 Fans begeistert haben. Separatør sind fünf Leute aus Horb, die in dieser Besetzung seit knapp fünf Jahren Musik machen: Ricardo (Vocals), Flo (Gitarre, Vocals), Timon (Gitarre), Alex (Bass) und Frank (Drums). Das Quintett spielt einen „Mix aus klassischem und modernen Metalcore. Brachiale Shouts treffen auf prägnanten Cleangesang. Breakdowns, Groove und Melodie ergänzen das explosive, musikalische Brett“, heißt es in der Eigenbeschreibung.

Ein aufregender Mix

Die „brachialen Shouts“ bezeichnet Sänger Ricardo im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten als „Gutturalgesang“. Zusammen mit Flo, der eine eher hohe Stimme hat, gibt das einen aufregenden Mix. Von den Texten ist wenig zu verstehen. Flo sagt, es gehe um fiktive Geschichten, Fantasy. Zwei Welten würden aufeinander treffen, die der Separator wieder auseinander bringt.

Rund 200 Gäste besuchten die Rocknacht

Wer sich in der Umbaupause ein Getränk konsumierend an eine der Bars gelehnt hat, merkte am Vibrieren und Gläserklirren, dass es weiter geht mit der zweiten Band: Norrowon aus Stuttgart. Auch diese Band bringt Metalrock auf die Bühne, ein „explosiver musikalischer Ansatz“, wie sie selbst meint.

Wieder sind es fünf junge Männer, die sich zum Musikmachen gefunden haben: der Frontmann und Sänger Oli, Schlagzeuger David, die beiden Leadgitarristen Eric und Levin sowie Bassist Lukas.

Der Abend der Quintette

Es schien der Abend der Quintette zu sein: Die dritte Erscheinung der Nagolder Rocknacht besteht ebenfalls aus fünf Leuten: Bouncing Betty. Es heißt, die Mission der Band sei, Rock wieder zugänglich machen. Spaß haben, Spaß bringen, Anheizen. Die fünf Stuttgarter verbinden nach eigenen Angaben die Intensität von Mötley Crüe, Motörhead oder Guns’n’Roses mit einer unverwechselbaren Stimme.

Den Abschluss der Rocknacht machte „Fett“. Fett nennt sich Fett, weil sie fette Rock- und Metalmusik covern und schlanke Popsongs „fett“ machen. Nicht ganz so brachial wie zu Beginn, aber doch so dass es die Leute mitgerissen und in die Nacht hineingerissen hat.