„Time Warp“ brachte das Reforum zum Kochen. Foto: Holger Schlicht

Das „Rückspiel“ zwischen dem Rockchor Ötlingen und dem Gesangverein Niederweiler fand am vergangenen Samstag im Reforum Binzen statt.

Nach dem erfolgreichen „Hinspiel“ beim Gesangverein Niederweiler folgte nun die musikalische Revanche.

 

Das auch architektonisch beeindruckende Reforum war bis auf den letzten Stuhl bei freiem Eintritt „ausverkauft“, und die letzten Besucher mussten mit Stehplätzen vorlieb nehmen.

Nun konnte das Spiel beginnen, aber die Heim-Mannschaft des Rockchors Ötlingen schien immer noch in der Kabine zu sein. Trainerin Tracey Webb war allerdings schon auf dem Platz und inspizierte den Zustand des Platzes.

Das Publikum schien zu spüren, dass die Spieler und Spielerinnen aus der Kabine gelockt werden mussten. Unter rhythmischen Klatschen kamen dann auch endlich die Akteure auf den Platz und klatschten sich ab.

Das Spiel konnte beginnen.

Starke Offensive zum Einstieg

Mit dem ersten Spielzug „ Mambo“ von Herbert Grönemeyer startete der Rockchor eine starke Offensive , mit „Count on me“ von Bruno Mars überbrückte sie spielstark das Mittelfeld.

Das Spiel nahm dann mit „Hit the Road Jack“ noch mehr an Fahrt auf und bewegte sich weiter auf hohem Niveau mit „ Sweet Home Alabama“ von Lynyrd Skynyrd. Das Publikum quittierte die starke Leistung der Mannschaft mit begeistertem Applaus.

Nach dieser beeindruckenden Anfangsphase der Ötlinger kamen die Niederweiler mit ihrer Trainerin Dariia Holiatina aber auch immer stärker ins Spiel. Mit „Lass uns gehen“ von Revolverheld stabilisierten sie ihre Abwehr und brachten mit „To make you feel my love“ von Bob Dylan etwas mehr Ruhe ins Spiel.

Mit „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ von Jürgen Marcus überbrückten sie das Mittelfeld mit konzentrierten Pässen, um sich dann vor der „Box“ mit „Cry me a river“ von Arthur Hamilton fest zu spielen.

Kurz vor der Halbzeit erhöht sich der Druck

Mit der Sicherheit kam auch wieder Schnelligkeit ins Spiel, kurz vor der Halbzeit erhöhte sich der Druck der Gäste mit „Sway“ von Dean Martin. Die Zuschauer waren von der Performance beider Mannschaften sehr beeindruckt und wurden vom Hallensprecher vorsorglich ermahnt, keine Bengalos vor lauter Begeisterung zu zünden und stattdessen die Spieler und Spielerinnen mit einer La-Ola-Welle zu feiern.

Nach der Halbzeit hatten die „Singmän“ aus Niederweiler ihren großen Auftritt und starteten mit „ Crazy little thing called love“ von Queen furios in die zweite Halbzeit. Das Spiel blieb weiterhin auf hohem Niveau mit „ Sternenhimmel“von Hubert Kah und wurde noch etwas intensiver mit der Unterstützung der Frauen aus Niederweiler mit „Dancing Queen“ von Abba.

Mit „Time Warp“ kochte die Stimmung vollends über

Langsam wurde es Zeit für den Rockchor aus Ötlingen, dieser starken Offensive Paroli zu bieten. Das taten sie dann auch mit „Seven Nations Army“ von den White Stripes, die Kontrolle im Mittelfeld übernahmen sie langsam aber sicher mit „The longest time“ von Billy Joel und feuerten dann ein spielerisches Feuerwerk im Angriff mit „Wunder geschehn“ von Nenna ab. Die Stimmung im „Stadion“ kochte vollends über mit dem Tanz-Hit „Time Warp“ aus der Rocky Horror Picture Show.

Da es immer noch unentschieden stand, gab es eine Verlängerung mit „ Imagine“ von John Lennon, bei der beide Mannschaften noch mal alles gaben. Auch danach stand es immer noch unentschieden, beide Mannschaften hatten auf starkem Niveau gespielt und waren sich absolut ebenbürtig. Nach einer kurzen Beratung entschieden sich die beiden Schiedsrichter, kein Elfmeterschießen durchzuführen, sondern beide Mannschaften zum Champion zu küren. Natürlich eignete sich dazu kein Lied besser als „We are the Champions“ von Queen.