Der Rheinuferweg wird im Herbst wieder freigegeben.
Die Firma Roche hat ihren Teil der ehemaligen Kesslergrube in den Jahren 2015 bis 2022 vollständig ausheben, das belastete Erdreich thermisch behandeln und die Grube danach mit sauberer Erde neu verfüllen lassen. Im Rahmen der Sanierung waren insgesamt rund 360 000 Tonnen belastetes Erdreich in gasdichten und havariesicheren Spezialtransportcontainern zur thermischen Entsorgung abtransportiert worden. Der Pharmariese investierte für die Gesamtmaßnahme die rekordverdächtige Summe von rund 239 Millionen Euro. Inzwischen wächst buchstäblich Gras über das einst versuchte Feld. Die von Roche angekündigte Renaturierung des Rheinufers samt attraktiver Gestaltung ist ebenso fertiggestellt worden. Für den Herbst ist die Wiederfreigabe des Uferwegs vorgesehen.
Was die Firma Roche mit ihrem sanierten Grundstück plant, ist nach wie vor ungewiss. War zuletzt stets nur von einer möglichen industriellen Nachnutzung die Rede gewesen, scheinen sich die Pläne inzwischen doch zu konkretisieren. Wie Roche Pharma-Vorstand Daniel Steiners beim Jahrespressegespräch des Unternehmens am Mittwoch auf Nachfrage unserer Redaktion durchblicken ließ, befinde Roche sich bezüglich der Nachnutzung des Areals inzwischen bereits „in Detailgesprächen“. Zu gegebener Zeit werde das Unternehmen dann kommunizieren, wie es weitergehe.
Zahlen und Planungen
Personal:
Mit zum Jahresende 2025 rund 1250 Mitarbeitern ist die Zahl der in Grenzach-Wyhlen für Roche tätigen Arbeitnehmer stabil geblieben. Aktuell bildet das Pharma-Unternehmen nach eigenen Angaben in Grenzach neun Auszubildende zur Kauffrau/Kaufmann Büromanagement und 14 duale Studenten in Fachrichtungen wie Data Science und KI sowie neun Trainees aus. „Wir investieren hier am Standort gezielt in die Talente, die den digitalen Wandel und das Gesundheitswesen von morgen mitgestalten“, sagt Daniel Steiners, Roche Pharma-Vorstand. Was die Energieversorgung angeht, beziehe Roche in bereits seit 2020 zu 100 Prozent Grünstrom.