Nach den Beförderungen von Fabian Wohlgemuth und Christian Gentner baut der VfB Stuttgart sein sportliches Führungsteam weiter aus. Mit einem Mann, der bisher beim SC Paderborn wirkte.
Der bisherige Sportdirektor ist zum Sportvorstand aufgerückt, der Leiter der Lizenzspielerabteilung wurde dafür Sportdirektor. Das waren die Verschiebungen der vergangenen Monate auf der sportlichen Führungsebene beim VfB Stuttgart. Fabian Wohlgemuth und Christian Gentner haben also neue Posten bekommen – laut Alexander Wehrle jeweils eine logische Folge.
„Es war zwingend notwendig, Fabian zum Sportvorstand zu machen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der VfB AG am Dienstagabend beim Live-Podcast „PubCannstatt“ unserer Redaktion. Bis zur Berufung Wohlgemuths durch den AG-Aufsichtsrat hatte Wehrle eine Doppelrolle ausgefüllt. Über Christian Gentner und dessen neuen Job sagte er: „Er hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er in der Lage ist, diese Position auszufüllen.“ Doch alle anfallende Arbeit können die beiden gerade in ihren neuen Rollen nicht bewältigen.
Laut des Vorstandschefs des Vizemeisters hat nicht nur der überraschende Erfolg der Profimannschaft mit nun internationalen Spielen die Aufgabendichte für das sportliche Führungsteam erhöht. Auch der Aufstieg der zweiten Mannschaft in die dritte Liga und der anvisierte Sprung des Frauenteams in Liga zwei machen Arbeit. „Es ist viel dazugekommen“, sagte Wehrle. Weshalb das Team unter der Führung von Fabian Wohlgemuth zum neuen Jahr noch einmal verstärkt wurde.
Vom SC Paderborn kam Robin Trost, der mittlerweile seine Arbeit aufgenommen hat. Der 30-Jährige hat beim Zweitligisten in den vergangenen Jahren zahlreiche Positionen bekleidet, war unter anderem als Jugendtrainer und im Scouting tätig, war Leiter der Lizenzspielerabteilung und zuletzt „Sportlicher Leiter“. Nun soll er gemeinsam mit Fabian Wohlgemuth, Christian Gentner und Markus Rüdt das sportliche Führungsteam des VfB breiter aufstellen.
„Er hat in Paderborn viel Erfahrung gesammelt in den Bereichen Spielanalyse und Administration“, sagte Alexander Wehrle über Robin Trost, der am Dienstag gemeinsam mit Wohlgemuth das öffentliche Training beim VfB beobachtet hat. Der VfB-Chef ergänzte: „Wir brauchen Personen, die in der Lage sind, Profifußball zu verstehen und zu managen.“ Dazu passt, dass Trost wie einst Christian Gentner das Ausbildungsprogramm „Management im Profifußball“ der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erfolgreich durchlaufen hat.