Der Brauchtumsabend in der Täleseehalle war ein Höhepunkt des Ringtreffens des Närrischen Freundschaftsrings Neckar-Gäu.
Eines der größten Ereignisse der vergangenen Jahre, das Ringtreffen des Närrischen Freundschaftsrings Neckar-Gäu, begann am Freitag mit , 30. Januar, und bot am Samstag mit dem Brauchtumsabend in der Täleseehalle einen Höhepunkt.
Die Kulturgemeinschaft Empfingen richtete das Ringtreffen anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens aus. Mit 26 Ringzünften sowie zahlreichen befreundeten Zünften wurde der Ort für drei Tage zur Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fasnet.
„Empfingen dreht durch“ hieß es am Samstag beim Brauchtumsabend. Eine Aussage, die angesichts der mit bestens gelaunten Narren voll besetzten Täleseehalle durchaus ihre Berechtigung hatte. Offiziell als Brauchtumsabend deklariert, ging es auch darum, die einzelnen Narrenzünfte und Narrenvereine mit ihren Masken und ihrem Häs kennenzulernen.
Hexe ist nicht gleich Hexe
Denn Hexe ist nicht gleich Hexe, Schellennarr (Schantle) nicht gleich Schellennarr. Zunächst gab es nochmals Informationen über die Entstehung der Epfenger Fasnet. In drei Blocks marschierten die aufgerufenen Narrenzünfte auf die Bühne und stellten sich vor. Welchen historischen und aktuellen Hintergrund haben die einzelnen Masken? Wer ist der zuständige Zunftmeister oder die Zunftmeisterin? Auf diese Fragen gab es beim Brauchtumsabend Antworten.
Die Blätzlesbuaba aus Ergenzingen zeigten mit ihrem Maskentanz, musikalisch begleitet von den Kleinpariser Fleckahuper, dass man auch mit aufgesetzter Maske tanzen kann. Die Band Lausbuba lud immer zu Tanzrunden ein.
Viel Freude am Tanzen
Das Empfinger Hofballett machte mit seiner Darbietung eindrucksvoll klar, dass es immer Spaß macht, zu tanzen. Ihr Motto lautete „Recap 2017 bis 2026“. Aus Bad Imnau kam das Männerballett Schälripple. Die Herren tanzten zum Thema „Nachts in der Wirtschaft“. Neue Fasnetsfiguren galt es ebenso zu bewundern, so zum Beispiel den Berggeist des Narrenvereins Salzschlecker aus Haigerloch-Stetten und deren ebenfalls neue, lustige Berkwerkkobolde, aber auch den Sämann der Narrenzunft Trillfingen oder eine gruselige Narrenfigur als Einzelfigur: der Henker, beheimatet in der Narrenzunft Felldorf. Und nicht zu vergessen die Laufgruppe der Lugebeutel der Bettschoner Weitingen. Sie tragen keine Holzmaske, sondern eine hölzerne lange Nase, will man doch symbolisch die Geste zeigen, jemandem eine „lange Nase“ zu machen.
Viel Lob
Rundherum war es ein sehr gelungener närrischer Abend. Der Vorstand der Narrenzunft Empfingen, Patrick Kolb, Fabian Walter, Timo Gfrörer und Dennis Drewing, bekam dafür immer wieder viel Lob. Zwei Jahre hatte die Kulturgemeinschaft in die Vorbereitung investiert.
Für die Moderation dieses närrischen Abends war Jakob Holocher, Sprecher der Arge und Brauchtumsmeister, zuständig.