Die Ringsheimer Gemeinderäte zogen mit dem Fahrrad los, um sich selbst ein Bild über die wichtigsten Bauprojekte der Gemeinde zu machen. Foto: Gemeinde

Infrastruktur: Gemeinderat macht Radtour zu aktuellen Bauprojekten / Großes Interesse am Gewerbegebiet

Der Ringsheimer Gemeinderat hat sich bei einer Radtour durch den Ort die aktuellen und unmittelbar bevorstehenden kommunalen Bauprojekte angesehen. Dazu zählten unter anderem die Karl-Person-Schule, der Bahnhof und das neue Gewerbegebiet.

Ringsheim (red/jg). "Es ist schön, dass wir als doch relativ kleine Gemeinde bei vielen großen Themen vorankommen und die örtliche Infrastruktur deutlich stärken", lautete das Resümee von Ringsheims Bürgermeister Pascal Weber, nachdem er mit dem Gemeinderat die wichtigsten bevorstehenden Bauprojekte der Gemeinde besucht hatte.n Ab Frühjahr 2022 soll auf "Europa-Feld I" gebaut werden: Die Erschließungsarbeiten für die rund 50 – bereits vergebenen – Bauplätze sind im Wohnbaugebiet "Europa-Feld I" am nördlichen Ortsrand in vollem Gange. Sie haben sich aber durch die Regenfälle der vergangenen Wochen etwas verzögert, heißt es in der Pressemitteilung der Gemeinde zur Tour. Es wird mit einer Fertigstellung der Erschließungsarbeiten Ende Oktober gerechnet, so dass ab Winter/Frühjahr die ersten Häuser gebaut werden könnten, erläuterte Planerin Daniela Misera den Gemeinderäten. n Neues Spielgerät soll bis zum Ende der Sommerferien fertig sein: Weiter ging es an die Karl-Person-Schule. Zunächst wurde der runderneuerte und attraktive Schulhof in Augenschein genommen. Gleichzeitig machte sich der Gemeinderat ein Bild vom neuen Großspielgerät, welches derzeit am benachbarten Spielplatz aufgebaut wird und dessen Aufbau in den kommenden Wochen abgeschlossen werden sein soll. Ab Ende der Sommerferien soll es den Ringsheimer Kindern dann für Spiel und Spaß zur Verfügung stehen.n 75 Prozent des Bahnhofsumbaus werden vom Land übernommen: Beim Ringsheimer Bahnhof entsteht auf der Westseite in den kommenden Monaten der sogenannte "Multimodale Mobilitätsknoten". Dies ist ein großer Pendlerparkplatz mit neuer, barrierefreier und langer Bushaltestelle, großer und werbewirksamer Buswartehalle, einer E-Ladesäule, mehreren Fahrrad-Abstellboxen, Landschaftsgestaltung und einer neuen verlängerten und dann durchgehenden Gehwegverbindung in der Ruster Straße. Die Gesamtkosten von circa 350 000 Euro werden vom Land zu mindestens 75 Prozent bezuschusst, ein weiterer Zuschuss des Landkreises ist in Aussicht gestellt. Auch der Europa-Park will als Partner in diesem Bereich mitwirken. Der Gemeinderat zeigt sich insbesondere vom Projekttempo und den vom Bürgermeister beantragten und jetzt genehmigten enormen Zuschüssen beeindruckt. Der Verkehrsknotenpunkt soll dabei helfen, die Bedeutung des Bahnhalts Ringsheim für Pendler und Touristen deutlich zu steigern. Auch auf der Ostseite gäbe es Ideen für mehr Parkraum für Autos und Fahrräder, die Gespräche laufen derzeit, erklärte Bürgermeister Weber.n In "Leimenfeld 3.0" entstehen mehr als 50 neue Arbeitsplätze: Abschluss der kleinen Tour bildete das neue Gewerbegebiet "Leimenfeld 3.0", ganz im Südwesten der Ortslage. Dort entstehen mehr als drei Hektar neue Flächen für Handwerk, Dienstleistungen und kleine Produktionsbetriebe, jedoch keine weitere touristischen Übernachtungsbetriebe. Die Arbeiten dort sind nahezu abgeschlossen, mit einer Freigabe wird noch im September gerechnet. Bürgermeister Weber zeigte sich dort sehr zufrieden, dass bereits mehrere Betriebe sich dort ansiedeln möchten und so bereits jetzt über 50 neue, qualifizierte Arbeitsplätze entstehen werden. Die Nachfrage von Firmen sei sehr hoch, jedoch lege man von Seiten der Verwaltung und des Gemeinderates Wert auf ein gutes Verhältnis von benötigter Fläche, entstehenden oder zu sichernden Arbeitsplätzen sowie erwartete Steuermehreinnahmen.

Über die besichtigten Themen hinaus baut die Gemeinde Ringsheim in der kommenden Zeit noch den neuen Bauhof sowie ein neues Feuerwehrhaus. "Alles in allem Investitionen von nahezu zehn Millionen Euro, die allerdings durch Zuschüsse und Grundstücksverkäufe nahezu amortisiert werden können und in Zukunft zu einer Stärkung des Ortes beitragen werden", erklärte Weber.