Der KSK Furtwangen und Co. starten am Wochenende in die neue Ringer-Runde. Was sich die Clubs in Südbaden auf die Agenda geschrieben haben.
Vorhang auf zur neuen Ringer-Saison 2025. Am Wochenende starten die Teams aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis nach einer langen Vorbereitungszeit in ihren Ligen. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren gibt es bei den Clubs einen Sinneswandel. Vorbei scheinen die Zeiten, als für viel Geld eine Mannschaft zusammengestellt wurde, um auf Teufel-komm-raus aufzusteigen. Deshalb blieb es auf dem Transfermarkt – quer durch alle Klassen – relativ ruhig.
Die Verantwortlichen (müssen) umdenken, die wirtschaftliche Kraft an Sponsoren an den Standorten ist abgeschwächt. Sprich: Die Mannschaften bauen vermehrt auf Eigengewächse und Talente aus der Region. Mittelfristig wird sich dies positiv bemerkbar machen.
KSV Tennenbronn
Der Regionalligist hat schon seit vielen Jahren den Weg eingeschlagen, auf die eigenen Talente zu bauen. Am Samstag starten die KSV-Schützlinge in der Regionalliga beim RSV Schuttertal. Insgesamt streben die Tennenbronner wieder eine sorgenfreie Saison in der dritthöchsten Klasse an.
KSK Furtwangen
Die Bregtäler werden am Samstag (20 Uhr) mit einem Heimkampf in die neue Oberliga-Saison starten. Der KSV Kandern gibt seine Visitenkarte ab. Personell hat sich bei den Furtwangern nichts verändert. Im Vorjahr schloss der KSK mit Platz sieben ab und strebt nun an, so der langjährige Coach Tobias Haaga, „dass wir in der Tabelle ein wenig weiter vorne stehen“. Knackpunkt bleibt bei den Furtwangern der relativ kleine Kader. Es darf an Verletzungen nichts passieren. Der deutsche Juniorenmeister Hadis Vehapi und sein Bruder Enes Vehapi stehen dafür, dass mit eigenen Talenten an der Breg vieles möglich ist.
„Wir haben eine junge Mannschaft, die im vergangenen Oberliga-Jahr viel gelernt hat. Nun wollen wir schon ein wenig die Früchte davon ernten“, so Tobias Haaga.
Eine vorbildliche Integration schafften die Furtwanger mit dem afghanischen Ringer Obaidulla Amarkhil, der den Weg von Villingen zum KSK fand, sich in der zweiten Mannschaft bewährte und nun vor seinem Oberliga-Debüt steht.
Die Furtwanger blicken auf eine gelungene Saisonvorbereitung zurück. Ein Höhepunkt war der gegenseitige Trainingsbesuch mit den Fußballern der SG Schwarzwald Union.
Tobias Haaga schätzt die Oberliga-Konkurrenz stark ein: Mit dem Regionalliga-Absteiger RG Hausen-Zell und dem TuS Adelhausen als Oberliga-Aufsteiger tummeln sich sogar zwei Ex-Bundesligisten in der Liga. „Da ist richtig Musik in der Liga drin“, sagt und lacht der KSK-Coach.
KSV Vöhrenbach
Die Vöhrenbacher gehen zuversichtlich ihre dritte Landesliga-Saison an. Am Samstag geht es für das junge Team beim ASV Altenheim los. Coach Simon Günter ist inzwischen mit 28 Jahren der älteste im KSV-Team. Die hervorragende Arbeit der Bregtäler lässt sich auch an den gemeldeten Mannschaften ablesen. In der Jugend stellen die Vöhrenbacher zwei Teams – dies ebenso bei den Aktiven. Simon Günter blickt auf eine gelungene Vorbereitung zurück: „Wir hatten auch gemeinsam ein Trainingscamp mit Sulgen. Der Trainingsbesuch war insgesamt in den vergangenen Wochen hervorragend.
Die Vöhrenbacher werden in diesem Jahr 125 Jahre alt. Sie werden dementsprechend beim letzten Saisonwettkampftag im Dezember ein großes Fest veranstalten.
SV Triberg und AC Villingen
In der Bezirksliga tummeln sich der SV Triberg und Aufsteiger AC Villingen.
Die Triberger, ein Ex-Bundesligist, baut weiter auf seinen Nachwuchs. Jan Rotter und sein Trainerteam leisten seit Jahren ausgezeichnete Arbeit. „Wir wollen unsere Jugendlichen in der Bezirksliga in Ruhe weiterentwickeln. Wenn uns das gelingt, kommen die Mannschaftserfolge automatisch“, freut sich auch Tribergs Vorsitzender Murat Sen auf den Start am Samstag daheim gegen den AV Hardt II. Kai Rotter ist weiterhin Coach der ersten Mannschaft.
Für den AC Villingen um den langjährigen Coach Theo Moissidis geht es in erster Linie als Bezirksliga-Aufsteiger um den Klassenerhalt. Auch die Villinger ernten langsam die Früchte ihrer jahrelangen geduldigen Nachwuchsarbeit. Am ersten Wettkampftag ist der ACV noch wettkampffrei.