Ringer-Regionalligist Weitenau-Wieslet verliert mit 9:16 gegen Tabellenführer SG Weilimdorf.
Ein zum Teil so lauter Abend erlebten die Ringer der WKG Weitenau-Wieslet am Samstag, dass sogar der Pfiff des Unparteiischen manchmal unterging. Dennoch reichten die Anfeuerungsrufe des Fanclub Roddies nicht, damit die Gastgeber gegen Tabellenführer SG Weilimdorf als Sieger aus der Halle gingen.
In Stuttgart musste die WKG ersatzgeschwächt eine deutliche Klatsche hinnehmen. Nun kamen sie auf vier Einzelsiege, wobei der fünfte Sieg greifbar war. Mit einer 5:0-Führung ging Jonas Dürr (80 kg, Greco) in die Pause. Da er schon die erste Runde dominierte und nach vier Minuten 9:2 führte, bekam er auch die zweite Bodenlage zugesprochen. Dann aber brach Dürr ungewohnt ein und Gegner Lukas Laible nutze die in der ersten Runde gesparte Energie, Dürr an den Mattenrand zu bringen. Zwei Verwarnungen resultierten daraus, und Laible bekam einen weiteren Energieschub, der beinahe zur Schulterniederlage Dürrs führte. Am Ende verlor Dürr mit 10:15. Dürrs Glück war, dass Mattenleiter Thomas Pfeifer (Nieder-Liebersbach) den Kampf unterbrach, obwohl die beiden Oberkörper der Athleten und vor allem Dürrs Schultern noch deutlich in der Passivitätszone lagen.
Schon früh gab es von allen Seiten Unmut über die Leistungen des Unparteiischen, der durchweg versucht war, seine Entscheidungen gegenüber den Trainern zu erläutern. Adrian Recorean (130 kg, Freistil) sorgte mit seinem hart erarbeiteten 4:0-Punktsieg für die einzigen beiden WKG-Zähler in der ersten Halbzeit. Gaspard Cheynoux (61 kg, Freistil) verkürzte zwar einen 1:5-Rückstand aus der ersten Runde, doch seine Aufholjagd kam zu spät – 5:7 lautete das Endergebnis. Simon Dürr (66 kg, Greco) zeigte sich zwar als der aktivere Ringer, vergab aber mit zwei Selbstlegern wichtige Punkte und unterlag final 4:5.
Erneut war auf Vitali Bunici (71 kg, Freistil) aus WKG-Sicht Verlass. Mit Paul Laible lieferte er sich einen spannenden Freistilkampf, in den der WKG-Legionär in der zweiten Runde besser reinfand und final mit 12:1 drei Mannschaftspunkte einfuhr.
Daniel Baier (75 kg, Greco) zermürbte seinen Gegner im Stand, erhielt aber lediglich zwei angeordnete Bodenlagen, aus denen er keine weiteren Punkte generierte und 2:0 gewann. Die Fans honorierten dies dennoch und kürten ihn zum „Ringer des Abends“.
Zwar war der Mannschaftserfolg schon vom Tisch, doch Dennis Kronenberger – nun wieder ohne Maske auf der Matte, behauptete sich souverän über die sechsminütige Kampfzeit und kam mit mehreren Takedowns auf einen 9:1-Erfolg, womit die WKG Weitenau-Wieslet zumindest ihr Vorkampfergebnis deutlich übertraf.
Zwei Stunden zuvor setzte sich die Zweite der WKG mit 24:12 gegen Vöhrenbach durch, womit sich das Team in der Landesliga-Tabelle auf Rang sieben am Gegner vorbeischob.