Mit der guten Rückrundenbilanz gehen die Ringer aus Weitenau-Wieslet auf die Auswärtsmatte.
Die Titelhoffnung des KSV Tennenbronn zerstörte am vergangenen Samstag die WKG Weitenau-Wieslet im Heimkampf gegen den bisherigen Tabellenzweiten. Mit dem KSV Musberg trifft das Team von Adrian Recorean und David Muller auf den letzten Kontrahenten aus der oberen Tabellenhälfte. Nach der knappen 14:17-Niederlage in Höllstein wäre ein Auswärtssieg greifbar, zumal in der Rückrunde bisher nur gegen Spitzenreiter SG Weilimdorf und gegen den Aufsteiger ASV Freiburg verloren wurde.
Nach ihrer 15:17-Niederlage bei der RG Lahr sind die Ringer aus dem Stuttgarter Nachbarort zwar noch in Lauerstellung auf das Liga-Treppchen, doch zeigte der Vorkampf bereits, dass die Teams auf Augenhöhe liegen. Je fünf Duelle entschieden beide für sich. Nicht in Bestbesetzung angetreten, vergab die WKG drei Vierer, was am Ende den Ausschlag gab. Daher wird Adrian Recorean (130 kg Freistil) erneut eine wichtige Doppelrolle spielen. Einerseits neben der Matte, wo er vergangenes Wochenende mit David Muller die Ringer in den knappen Begegnungen zu Höchstleistungen trieb, aber auch selbst auf der Kampffläche. Mit 0:8 gab er im Vorkampf drei Punkte gegen Ex-Bundesliga-Ringer André Timofeev ab, der in der Schlussminute Recorean mehrfach am Mattenrand in Bedrängnis brachte. Im Gegenzug konnte WKG-Punktegarant Vitali Bunici (66/71 kg Freistill) Musbergs ehemaligen Deutschen Juniorenmeister Asis Isaev noch in der ersten Runde mit einer 16:0-Packung zurück in die Ecke schicken.
Mit Blick auf die vergangenen Kämpfe ist auch beim KSV Musberg einige Dynamik im Kader. Diese Neukonstellationen können der WKG entgegenkommen. Die WKG musste in der Hinrunde auf Gaspard Cheynoux verzichten, der nun gegen Musbergs Legionär Elias Nikzad (61 kg Freistil) ein wichtiges Duell bestreiten könnte.
Mit den fünf erfolgreichen Mannschaftskameraden aus dem Vorkampf könnte es ausreichen, die Punkte aus Württemberg beim noch amtierenden Regionalliga-Vizemeister mitzunehmen. Das dann verbliebene Restprogramm beschränkt sich für die WKG Weitenau-Wieslet dann auf Gegner, die in der Vorrunde bereits erfolgreich besiegt wurden: Abstiegskandidat RSV Schuttertal sowie zum Saisonende der direkte Konkurrent um Rang sechs, die KG Dewangen-Fachsenfeld. Bei Letzterem hofft die WKG auf Schützenhilfe des KSV Hofstetten, der beim Aufsteiger von der Ostalb antritt und für die letzte Titelhoffnung zwingend punkten muss.