Patrick Käppeler (links) hat im Heimduell gegen Gries seinen Kampf gewonnen. Foto: Uli Nodler

Schon am Freitagabend steigt auf dem Berg in Adelhausen das Stadtderby in der Ringer-Oberliga. Einen „französischen Tag“ haben die anderen Oberrhein-Teams vor der Brust.

Schwer einzuschätzen ist derzeit das Leistungsvermögen der Teams in der Oberliga Südbaden. Sowohl der Stilartenwechsel als auch verletzungsbedingte Einschränkungen haben einige Überraschungen am vergangenen Wochenende mit sich gebracht. Während die RG Hausen-Zell und der TuS Adelhausen Kopf an Kopf um die Tabellenspitze bleiben wollen, hat der TSV Kandern die Chance, gegen Schlusslicht Olympia Schiltigheim II sich frühzeitig von den Abstiegssorgen zu verabschieden.

 

TSV Kandern – Olympia Schiltigheim II

Die Elsässer haben bereits drei Punkte Rückstand auf den vorletzten Tabellenplatz. Lediglich ein Sieg gegen den KSK Furtwangen und die S.A. Gries stehen bisher auf ihrem Haben-Konto. Mit 19:13 setzte sich der TSV in Schiltigheim im September durch. Mit ähnlichem Elan wie beim Derby in Rheinfelden am vergangenen Wochenende sollte es die junge Truppe schaffen, erneut gegen die Elsässer zu punkten und sich damit ausreichend Vorsprung auf den Abstiegsplatz zu sichern.

S. A. Gries – RG Hausen-Zell

Nach der knappen Niederlage gegen die RG Eiche Allensbach und dem klaren Triumph gegen TuS-Besieger ASV Urloffen II ist die RG Hausen-Zell natürlich Favorit bei der S.A. Gries. Allerdings mussten sowohl die Bodensee-Ringer als auch der KSV Rheinfelden im Elsass schon Punkte lassen. In Zell gewann die RG klar mit 21:12. Wie schon in den vergangenen Jahren kommt der Stilartenwechsel den Kombinierten aus dem Mittleren Wiesental eher entgegen. Mit einem Sieg bleiben sie im Dreikampf um die Meisterschaft mit der RG Eiche Radolfzell und dem TuS Adelhausen.

TuS Adelhausen – KSV Rheinfelden

Mund abputzen, weitermachen hieß es nach dem Halloween-Kampf für beide Teams nach ihren Niederlagen in der Ortenau gegen die Nachbarn Appenweier und Urloffen. Nun treffen der TuS und der KSV in der Dinkelberghalle wieder aufeinander – außerhalb des Turnus bereits am heutigen Freitag ab 20.30 Uhr. Mit 22:5 dominierte Adelhausen in Rheinfelden. Sieben Duelle gingen über die volle Kampfzeit. Durch die Verletzungen von Ianis Buzan (71 kg Freistil) und Jason Keil (75 kg Freistil) ist der TuS gezwungen, umzustellen. Angesichts der Kadergröße ist das kein Problem, sprang unter anderem auch Felix Krafft (130 kg Freistil) zuletzt wieder ein.

Beim KSV Rheinfelden zeigte Greco-Olympionike Luillys Perez Mora, dass er im Freistil kein Punktelieferant ist. Trotz des Einsatzes einiger junger, frischer Ringer liefern die Rheinfelder insgesamt eine stabile Saisonleistung ab. Einzig die Lücke bis 75 Kilogramm im griechisch-römischen Stil ist seit dem Weggang von Zsolt Berki nicht optimal gefüllt, wenngleich Vincent von Czenstkowski stilartfremd einige gute Leistungen zeigte.