Adrian Weber (rechts) und der TSV Kandern gastieren in Allensbach. Maximilian Mond und die RG Hausen-Zell empfangen Appenweier. Foto: Hannes Brenneisen

In der Ringer-Oberliga finden am Wochenende zwei vermeintlich klare Duelle und zwei offene Vergleiche statt. Der TSV Kandern stellt sich einer Herkulesaufgabe.

Zwei spannende Begegnungen erwarten die Ringerfans an diesem Samstag im Bezirk in der Oberliga Südbaden. Während der KSV Rheinfelden den KSK Furtwangen zu Besuch hat, der mit seinem erfolgreichen Nachwuchs immer für eine Überraschung gut ist, kommt zur RG Hausen-Zell der KSV Appenweier, der sich in dieser Saison sehr wankelmütig präsentiert.

 

Zumindest auf dem Papier ist der Kampf des TSV Kandern beim Tabellenzweiten RG Eiche Allensbach eindeutig. Ebenso der Vergleich von Tabellenführer TuS Adelhausen bei der Reserve von Olympia Schiltigheim II. Die Fans dürfen sich also auf einen ereignisreichen Kampfabend freuen, an dem sich zeigen wird, wer seine Form zum Saisonendspurt am besten abrufen kann.

Olympia Schiltigheim II – TuS Adelhausen; Sa. 19 Uhr: Nach dem klaren Derby-Erfolg des TuS in voller Dinkelberghalle gegen den KSV Rheinfelden sollte beim Tabellenletzten im Elsass wenig Gefahr für das Team um Sascha Oswald und Pascal Ruh bestehen.

„Wenn das so weiter geht, muss ich selbst noch auf die Matte“, scherzte Oswald in der Vorwoche angesichts einiger verletzungsbedingter Ausfälle. Dennoch ließ sich das Team so nicht anmerken und ließ wenig anbrennen. Das Reserveteam besiegte mit fünf Jugendringern mit einem glasklaren 27:0 den KSV Rheinfelden II und bleibt unbesiegter Spitzenreiter der Bezirksliga

RG Eiche Allensbach – TSV Kandern; Sa. 20 Uhr: Mit einer 15:16-Niederlage scheiterte der TSV in der Vorrunde nur knapp an der Sensation und Schützenhilfe für den TuS Adelhausen. Dabei stellten die Gäste damals keine B-Mannschaft, der TSV Kandern erkämpfte sich mit viel Elan seine Punkte. Entsprechend spannend könnten die Auswirkungen nach dem Stilartenwechsel werden, wenngleich der Tabellenstand den Kandernern nur die Außenseiterrolle zuteilt.

RG Hausen-Zell – KSV Appenweier; Sa. 20 Uhr: Zum Rückrundenstart erfuhr die Ringergemeinschaft eine knappe 14:16-Niederlage gegen Eiche Allensbach, ehe zwei Siege die Wiesentäler zurück in die Erfolgsspur brachten. In der Ortenau setzte gewann RG Hausen-Zell mit 24:12 deutlich gegen die Kanderner. Dabei überraschte einmal mehr Patrick Sutter (80 kg Freistil), der in Rückstand liegend ein weiteres „Päckle“ auslieferte und zum Schultersieger wurde.

Davon inspiriert konnte dann auch Schlussmann Bastian Kunz (75 Kilogramm Greco) nochmals seinen Rückstand egalisieren, ebenfalls mit einem Schultersieg.

KSV Rheinfelden – KSK Furtwangen; Sa. 20 Uhr: Ebenfalls einige Verletzte zu beklagen hat inzwischen der KSV Rheinfelden. Nach dem Vorrundenerfolg im Schwarzwald soll der KSK Furtwangen dennoch erneut in die Schranken verwiesen werden, womit die Rheinfeldener den Klassenerhalt sicher hätten, sollte der TuS Adelhausen ebenfalls gewinnen.

Leicht wird es nicht, da der KSK der Ringergemeinschaft Eiche Allenbach eine ihre beiden Saisonniederlagen zufügt hat. Mit den Vehapi-Brüdern Enes (86 Kilogramm Freistil) und Hadis (98 Kilogramm Greco) sind zwei mehrfache Medaillengewinner von deutschen Nachwuchsmeisterschaften in der Mannschaft. Dafür besetzte die Furtwanger zuletzt nicht mehr das Schwergewicht.