Präsident Ersan Baydenk (in der Mitte von links) vom Kraftsportklub (KSK) Furtwangen konnte mit Sascha Weinauge und Enes Keskin zwei erfolgreiche Sportler zu ihrem dritten Platz bei den deutschen Meisterschaften beglückwünschen. Zu den Gratulanten gehörte auch Bürgermeister-Stellvertreter Norbert Staudt. Foto: Heimpel

Ein besonderer Moment für den Kraftsportklub (KSK) Furtwangen: Der Verein konnte zwei erfolgreichen Sportlern gratulieren, die jeweils bei der deutschen Meisterschaft die Bronzemedaille gewonnen hatten: Enes Keskin und Sascha Weinauge.

Furtwangen - Die beiden gehören zu den besten deutschen Ringern. Immer wieder, inzwischen allerdings auch schon wieder vor ein paar Jahren, konnte der KSK erfolgreiche Sportler ehren. Dieses Mal ist aber das Besondere, dass bei den deutschen Meisterschaften mit Enes Keskin ein Jugendlicher und mit Sascha Weinauge ein aktiver Ringer mit Bronze zurückkamen, einen solchen Doppelerfolg gab es seit Jahrzehnten nicht mehr.

Bisher größter Erfolg ihrer sportlichen Laufbahn

Für die beiden Furtwanger Ringer ist dies gleichzeitig auch der bisher größte Erfolg ihrer sportlichen Laufbahn. Der 15-jährige Realschüler Enes Keskin vom Otto-Hahn-Gymnasium (OHG), seit acht Jahren aktiv im KSK, hatte schon in der B-Jugend einen sechsten Platz bei der deutschen Meisterschaft erreicht. Dieses Mal startete er erstmals in der A-Jugend. Dass er in dieser Klasse gleich im ersten Jahr einen solchen Erfolg haben würde, hatte man kaum gedacht.

Nun stehen noch zwei weitere A-Jugend-Jahre vor Enes Keskin. Sein Endkampf bei der deutschen Meisterschaft war ein richtiger Krimi, erst im letzten Moment entschied es sich, ob er den dritten oder den fünften Platz belegt. Aktuell trainiert Enes Keskin sowohl im KSK Furtwangen als auch im Olympiastützpunkt Freiburg. Der Verein hat eine große und aktive Jugend mit insgesamt 38 Kindern, erklärt der Präsident Ersan Baydenk. Dieser gute Zulauf sei natürlich erfreulich.

Zwei Mal bei deutscher Meisterschaft einen zweiten Platz belegt

Auch der zweite Gewinner einer Bronzemedaille Sascha Weinauge ist zufrieden mit diesem Erfolg. Er ist bereits seit 21 Jahren im KSK aktiv. In dieser Zeit hat er bereits zwei Mal bei der deutschen Meisterschaft einen zweiten Platz belegt, auch in der Jugendklasse. Dieses Mal kam er mit der Bronzemedaille in der Klasse der aktiven Herren im griechisch-römischen Stil zurück, was er auch selbst als seinen bisher größten Erfolg bezeichnet. Und diesen Erfolg erreichte er als echter Hobbysportler, denn neben seinem umfangreichen Training ist er auch in seinem Beruf als Kraftfahrzeug-Meister aktiv.

Bei der Ehrung im Kreis zahlreicher Vereinsmitglieder hob Baydenk hervor, dass Weinauge seit vielen Jahren mit seinem ehrgeizigen und engagierten Kampfstil beeindruckt. Inzwischen kämpft er auch aktiv in der Mannschaft des RKG Freiburg in der ersten Bundesliga. Allerdings hat er zugesagt, dass er für Turniere des KSK jederzeit auch als Ringer zur Verfügung steht. Aber auch Enes Keskin sei, so Baydenk, schnell und ehrgeizig und habe nach vielen anderen Medaillen bei verschiedenen Wettkämpfen so diesen besonderen Erfolg erzielt.

Stellvertreter des Bürgermeisters hebt hervorragende Jugendarbeit hervor

Zu den Gratulanten gehörte auch Norbert Staudt als Stellvertreter des Bürgermeisters und Vorsitzender des Furtwanger Sportverbands. Es sei beachtlich, wie der KSK immer wieder Spitzensportler stelle und damit auch die Stadt in der Ringerwelt ein fester Begriff sei. Er gratulierte sowohl persönlich als auch im Namen von Bürgermeister Josef Herdner und der Stadt Furtwangen. Er hob ausdrücklich auch die hervorragende Jugendarbeit des KSK hervor. Nach seiner Einschätzung könne man bei Enes Keskin sicher noch einiges erwarten, aber auch der "alte Haudegen" Sascha Weinauge habe sich wieder einmal sehr gut geschlagen und absolvierte eine hervorragende Saison.

Spendenaktion für Matte läuft

Am Rande dieser Ehrung für die erfolgreichen Ringer des KSK informierte Präsident Baydenk auch, dass der KSK mit Unterstützung der Volksbank Mittlerer Schwarzwald eine dringend benötigte Ringermatte anschaffen will. Die Kosten liegen bei etwa 10 000 Euro, es gibt auch Zuschüsse von der Stadt Furtwangen und vom Badischen Sportbund. Bei der Volksbank müssen für die Förderung 5000 Euro an Spenden eingegangen sein. Inzwischen sind es 1126 Euro von 22 Spendern, weitere Infos im Internet unter https://www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/neue-ringermatte-jugend-ksk-fu.