David Brenn (oben) vom KSV Tennenbronn benötigte nicht mal eine Minute, um Alamdar Sha mit 16:0 zu bezwingen. Foto: Lothar Herzog

Eine unerwartete Heimniederlage kassierte der KSV Tennenbronn gegen den ASV Freiburg.

KSV Tennenbronn – ASV 1885 Freiburg 12:20. Zu Saisonbeginn hatte KSV-Trainer Matthias Brenn den Neuling aus der Breisgau-Metropole als Geheimfavoriten eingeschätzt.

 

Nach Startschwierigkeiten kamen die Ringer aus dem Freiburger Stadtteil Lehen immer besser in Schwung und haben als Fünfter nur noch drei Zähler Rückstand auf Platz zwei. Aber auch für die Brenn-Staffel bleibt die Vizemeisterschaft weiterhin möglich, da auch die Konkurrenz wie KSV Hofstetten und KSV Musberg patzten.

Stammringer fehlt

Obwohl beim KSV Tennenbronn „Fliege“ Constantin Rusu (57 kg) wieder an Bord war und mit einem 15:0 Sieg über Mika Hahn einen Vierer beisteuerte, fehlte mit Lukas Brenn erneut ein wichtiger Stammringer. Ob es mit ihm zu einem knappen Sieg gereicht hätte, bleibt fraglich.

Schulterniederlage

Schwerer wog die Schulterniederlage von Luca Svaicari (98 kg), der gegen Maximilian Remensperger mit einem Untergriff in Führung ging, dabei übertragen und geschultert wurde. Arm an Aktionen war das 130 kg Gewicht, in dem sich der frühere mehrfache Deutsche Meister Michael Kaufmehl (ASV) mit 2:0 Punkten gegen Jonas Schondelmaier durchsetzte.

Schnellster Sieg

Zum schnellsten Sieg des Abends kam David Brenn (61 kg), der nach einem Take-Down seinen Gegner Alamdar Sha so oft in der Bodenlage drehte, bis die 16:0 Überlegenheit feststand. Nach David Langenbachers (66 kg) 2:17 Niederlage gegen Ivaylo Dimov lagen die Gastgeber zur Pause zwar mit 8:9 in Rückstand, aber noch gut im Rennen.

Gastgeber ohne Glück

Allerdings triumphierten die Gäste in der zweiten Halbzeit in vier von fünf Kämpfen, wobei die Heimringer nicht gerade vom Glück begünstigt waren. Erst musste sich KSV-Athlet Timo-Marcel Nagel (86 kg) Olegk Motsalin mit 4:10 Punkten geschlagen geben, danach gab Vereinskamerad Leon Schetterer (71 kg) eine 4:0 Führung noch aus der Hand und unterlag Alish Alish durch eine Zweier-Wertung elf Sekunden vor Schluss mit 4:5 Punkten.

Kurzen Prozess machte der ins 80 kg Limit aufgerückte Fabian Reiner mit Nikoloz Gvasalia, den er mit einem Untergriff schulterte. Damit stand es 12:12 und alles war noch drin.

Vor allem, als Matteo Lehmann (75 kg G) spektakulär begann und mit zwei hohen Wertungen gegen den favorisierten Mohammad Damnhoshk bereits mit 8:0 in Führung lag. Umso bitter jedoch, dass Lehmann nach einer Aktion des Freiburgers auf die Schultern musste.

Damit hätte KSV-Schlussringer Mathias Schondelmaier (75 kg F) gegen den besten Regionalliga-Ringer dieser Gewichtsklasse, Daoud Issayev, einen Vierer gebraucht, um wenigstens ein Remis zu retten. Schondelmaier erhielt jedoch eine Lehrstunde und musste nach vier Minuten die Überlegenheit des Franzosen anerkennen.