Ringen Bundesliga West: TuS Adelhausen trotz Primus ASV Mainz 88 beim 14:14 einen Punkt ab
Es war für beide Seiten kein Spaziergang. Sowohl der ASV Mainz als auch der TuS Adelhausen wollten am Samstag die Punkte im Spitzenduell der Bundesliga-Gruppe einfahren. Zur Halbzeit führte die Dinkelbergstaffel sogar mit 11:4 beim amtierenden Vizemeister. Am Ende stand dann die Punkteteilung mit einem 14:14-Unentschieden.
Mainz (rom). Direkt nach dem spannenden Abend war TuS-Trainer Sascha Oswald zunächst geknickt. Sechs Begegnungen gewannen seine Ringer in Mainz. Am Ende stand das Remis. Als Oswald am Sonntagmorgen zuhause angekommen war, wich die Enttäuschung dann doch der Zufriedenheit: „Wir waren nahe dran den bis dato Tabellenersten zu besiegen. Wir haben einen Punkt mitgenommen, und es war schließlich Mainz, das wir vor der Nase hatten. Sie haben den Kampf auch äußert ernst genommen.“ 7
Kraft besiegt erstmals den Mainzer Remel
Mit dem zweiten Punktverlust innerhalb von 14 Tagen sind die Rheinländer durch den KSV Köllerbach an der Gruppenspitze abgelöst worden. Die Saarländer besiegten die RKG Freiburg mit 24:6.
Chancenlos zeigten sich in Mainz lediglich die beiden jüngsten Teammitglieder. Im Kampf gegen zwei ehemalige TuS-Ringer unterlagen Janis Buzan (57 kg-Greco gegen Ibrahim Fallacara) und Thomas Eckhardt (71 kg-Freistil gegen Alexander Semisorow) jeweils früh auf die Schulter. Mit einem erneut beeindruckend erkämpften 6:2-Punktsieg holte Felix Krafft (130 kg-Freistil) erstmals Punkte gegen den DM-Dritten Wladimir Remel. „Er hat alles perfekt umgesetzt. Ganz stark“, lobte Oswald. Mit einer spannenden Schlussminute behielt Artem Gebekov mit 10:7 die Oberhand gegen seinen Vorgänger Beka Bujiashvili. Nur eine Wertung fehlte Etka Sever (98 kg-Greco) für einen Überlegenheitssieg gegen seinen Ex-Club. Mit 18:4 holte er dem TuS drei Zähler. Mit einer Durchdreherserie gelang dies dann Manrikos Theodoridis (66 kg-Greco).
Henkel hält seine Niederlage in Grenzen
Nach der Pause ging die Erfolgsserie des TuS Adelhausen weiter. In einem hitzigen Duell kassierte Sebastian Jezierzanski (86 kg-Freistil) in der Schlussminute noch eine Verwarnung, was den 3:2-Erfolg gegen den Deutschen Meister von 2019, Ahmed Dudarov, aber nicht verhinderte. Bei seiner Saisonpremiere lag Bozo Starcevic (80 kg-Greco) nach 40 Sekunden bereits mit 2:8 zurück. In der zweiten Runde gab es keine technischen Punkte mehr, womit seine 2:11-Niederlage drei Punkte an Mainz bedeutete. Mit 6:3 setzte sich Krisztian Vancza (75 kg-Greco) klar gegen den Weltranglistenvierten Kristupas Sleiva durch und baute nochmals damit die TuS-Führung aus. Die schwere Last des Schlusskämpfers hatte dann Kevin Henkel (75 kg-Freistil). Gegen den EM-Siebten Kuramagomedov konnte er mit einem 2:12 die Niederlage in Grenzen halten und damit einen Punkt in Mainz für die Dinkelbergstaffel sichern.