Sulgens Chef-Coach Jannik Malz (rechts) und Co-Trainer Swen Richter (links) sind mit der Turnierleistung von Lewis (Zweiter von links) und Sergio Keysan bestens zufrieden. Foto: AV Sulgen

Nach einer schwachen Vorrunde 2025 hat sich beim AV Sulgen seither einiges verändert. So gab es nicht nur ein neues Trainerteam, sondern auch vielversprechende, neue Ringer.

Der Athletenverein Sulgen strebt mit Zuversicht dem Saisonauftakt Anfang September entgegen. Die Neuverpflichtung der Zwillinge Sergio und Lewis Keysan ist mit ein Grund dafür. Aber auch sonst hat sich beim württembergischen Verbandsligisten einiges verändert.

 

Nach Abschluss der Vorrunde 2025 drohte gar der Abstieg in die Landesliga. Durch den überraschenden Sieg bei der KG Baienfurt II zu Beginn der Rückrunde ging ein Ruck durch die Mannschaft und es folgten noch weitere wichtige Siege. Mit dem Gewinn der Kämpfe gegen die direkten Konkurrenten Red Devils Heilbronn und Neckarunion Münster-Remseck war der Klassenerhalt frühzeitig gesichert und im letzten Rundenkampf hat nicht viel gefehlt, und der AV Sulgen hätte den als Meister angereisten KSV Aalen mit einer Niederlage auf die Ostalb zurückgeschickt.

Jannik Malz als Trainer

Mit Rang sechs in der Abschlusstabelle gelang noch eine gute Platzierung. Seit Beginn des neuen Jahres hat Jannik Malz die Chefrolle als Trainer beim AV Sulgen übernommen, nachdem Stefan Moosmann nach nur einem Jahr seine Trainertätigkeit beendete und inzwischen beim KSV Tennenbronn als Co-Trainer engagiert ist. Mit der Verpflichtung von Swen Richter vom AB Aichhalden wurde ein neuer Haupttrainer für die Jugend gefunden, der zudem einmal in der Woche auch die Männer coacht. Damit wurde dem Wunsch der Aktiven nach einem Freistil-Trainer nachgekommen.

Mit Malz als Griechisch-Römisch-Trainer ist nun die ideale Besetzung für beide Stilarten gelungen. Die Keysan-Brüder Lewis und Sergio werden die Lücke in der 57 kg Klasse schließen, die durch die natürliche Gewichtszunahme von Giorgio Chachua und Andrej Costerec entstanden ist.

Chachua und Costerec werden bis 61 kg und 66 kg aufrücken und jeweils in ihrer Spezialstilart in Vor- und Rückrunde eingesetzt. Dass mit den Keysan-Brüdern, die vom KSV Tennenbronn kommen, ein guter Griff gelungen ist, zeigen die starken Ergebnisse mit Platz drei und vier, die sie jüngst beim Kanonenturnier der Stadt Hornberg beim Debüt für ihren neuen Verein erzielt haben.

Das Los meinte es gut und sie wurden in der Klasse bis 55 kg nicht in den gleichen Pool gelost. Lewis besiegte Valentin Moosmann (AB Aichhalden) mit 10:0 und Dario Eifler (KRG Freiburg) mit 9:2. Dem französischen Meister Ismail Barakhoev (FLC Colmar) lieferte er bei der 4:6-Punktniederlage einen ebenbürtigen Kampf, den er mit etwas Glück auch hätte gewinnen können. Damit war er für die Begegnung um Bronze qualifiziert.

Duell der Brüder um Bronze

Sergio war nach drei souveränen Poolsiegen bereits auf Finalkurs, ehe ihm der Riegelsberger Jordi Ball den Weg dorthin mit einer 0:10-Niederlage versperrte. Damit kam es im Kampf um bronzenes Edelmetall zum ungeliebten Bruder-Duell, welches Lewis für sich entschied. Malz war mit der Turnierleistung des Duo bestens zufrieden.

In der Zwischenzeit hat sich auch die Verletztenliste des AV Sulgen gelichtet. Nachdem Valentin Baier bereits in der Endphase der vergangenen Mannschaftsrunde wieder auf die Matte zurückkehrte, ist mittlerweile auch Marco Eckl wieder im Trainingsbetrieb. Lediglich bei Adrian Rubach ist noch nicht absehbar, bis wann mit ihm wieder gerechnet werden kann. Aufgrund eines Freiloses wird die Malz-Zehn erst am 12. September mit einem Auswärtskampf beim Titelanwärter KSV Unterelchingen in die neue Saison starten.

Erster Heimkampf am 19. September

Zum ersten Heimkampf empfängt der AVS am 19. September Oberliga-Absteiger KG Wurmlingen/Tuttlingen. Neu dabei in der Liga sind die beiden Aufsteiger aus der Landesliga, ASV Schorndorf II und ASV Nendingen, wodurch es zu einem zweiten Bezirksduell-Duell am 20. November in Sulgen kommt.