Das Oberliga-Derby zwischen dem AB Aichhalden und KSV Winzeln war auch von der Organisation eine Top-Leistung.
Doch auch was die Organisation und die Vorbereitung betraf, wie seitens des AB Aichhalden die Josef-Merz-Halle zu einer perfekten und für die Zuschauer optimalen Wettkampfstätte gemacht wurde, verdiente großen Respekt und Anerkennung der Ringsportfans. So erlebten sie und auch die Ringer ein Spektakel samt grandioser Atmosphäre.
Logistisch ein großer Aufwand
„Logistisch war das im Vorfeld sicher ein großer Aufwand. Aber wir wollten in den zwei Derbys gegen Hardt und Winzeln was besonderes bieten und ich glaube, das haben wir auch geschafft. Ohne die ganzen Zuschauer aber hätte dies auch nicht gewirkt, daher ein Dank an alle Zuschauer aus Winzeln, Aichhalden und der Umgebung“, sah Stefan Maier das Helferteam und den ABA für den Aufwand belohnt. Über 900 Zuschauer dürfte ein Rekord in der Ringerregion sein, der so schnell nicht zu übertreffen sein wird. Mancher der Fans und auch die Trainer beider Mannschaften waren der Überzeugung: Das ist bundesligareif.
Viele fleißige Helfer im Einsatz
Der Sportliche Leiter des ABA betont zudem: „Ein Dank auch an unsere Gemeinde samt Bürgermeister. Tobias Profft hatte den logistischen Part, alles rund um das erhöhte Podest zu organisieren und zu stemmen. Heiko Gebauer und Moritz Summ waren für die Licht- und Tontechnik zuständig. Alles ein wenig größer als bei unseren normalen Heimkämpfen. Aber auch ein riesen Lob an alle Helfer die beim Auf- und Abbau geholfen haben. Nach dem Kampf konnten wir im Foyer bewirten und auch eine große Ringer-Bar mit DJ NoW sorgte für die entsprechende Party.“
Gute Stimmung trotz Rivalität
Besonders erwähnenswert ist für Stefan Maier: „Die Stimmung trotz der Rivalität in den beiden Fanlager war extrem gut und fair während den Kämpfen. Kampfrichter Antonio Silvestri hatte auch nur Lob übrig, und er hat mit Sicherheit auch schon einiges gesehen, was im Ringersport möglich ist.“
Gigantisches Spektakel
Auch wenn die Niederlage aufgrund der Deutlichkeit zunächst für enttäuschte Gesichter beim KSV Winzeln sorgte, die war schnell verflogen, angesichts des gigantischen Spektakels. So war auch Baris Diksu, Trainer des KSV, stolz auf seine Mannschaft, denn in einigen Einzelduellen waren die Gästeringer dicht dran, um selbst zu gewinnen. Es waren oft nur Kleinigkeiten, die den Ausschlag gaben.
Mehr als erwartet
So wäre durchaus ein besseres Ergebnis möglich gewesen. „Wir absolvieren als Aufsteiger eine sehr gute Saison, waren fast zehn Wochen Tabellenführer, obwohl unser Ziel eigentlich das Mittelfeld war. Jetzt sind wir auf dem dritten Platz, und ich hoffe, dass wir nach den zwei noch ausstehenden Wettkämpfen Dritter bleiben. Das wäre mehr, als wir vor der Saison erwartet haben“, so Diksu.
Diksu: Bin stolz auf meine Mannschaft
Der KSV-Trainer weiter: „Wir haben eine junge Mannschaft, alles eigene Ringer, bis auf die zwei Ausländerpositionen. Dazu haben wir eine starke Fangemeinschaft zur Unterstützung. Die Jungs haben alles gegeben, drei Kämpfe waren sehr knapp. Gegen Topgegner nicht die volle Punktzahl abgegeben, das war super. Jeder von uns hat 100 Prozent gegeben, das war ein toller Erfolg, auch wenn in mancher Aktion etwas Pech bei uns dabei war.“ Vor allem Adrian Heim (gegen Felix Rebstock) und Marius Ganter (gegen Stefan Brugger) sah Baris Diksu vor einem möglichen Sieg.
So täuscht das Endergebnis darüber, was sich im Einzelnen auf der Matte abspielte. So betont der KSV-Coach nochmals: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir waren vergangene Saison Verbandsligameister und mischen auch in der Oberliga ganz vorne mit.“
Zwei Überraschungen
Den Derbysieg wollte Daniel Eberhardt vom Trainertrio des AB Aichhalden nicht überbewerten. „Drei, vier Kämpfe waren sehr knapp und ausgeglichen, die hätten auch andersrum ausgehen können. Zwei Überraschungen waren dabei, dass Ian King im 57 kg einen Vierer holte, ebenso in der 80-kg-Klasse Felix Rebstock. Auch im 71 kg zwischen Stefan Brugger und Marius Ganter, war ein ausgeglichener Kampf, den kann man auch verlieren. Ebenso war es im 75 kg zwischen Lorenz Brüstle und Nick Wernz sehr ausgeglichen. Es waren also viele enge und spannende Kämpfe dabei. Das Endergebnis spiegelt nicht den Kampfverlauf wider. Das Derby war insgesamt eine tolle Werbung für den Ringersport.“
ABA kämpft um Meisterschaft
Somit ist der AB Aichhalden mittendrin im Kampf um die Oberliga-Meisterschaft. Eine Vorentscheidung fällt am kommenden Samstag, wenn der ABA zum TSV Herbrechtingen muss. Die Ostälbler sind mit einem Punkt Vorsprung auf Platz ein.