Die Nachfrage am Food-Truck-Festival Ettenheim ist größer denn je: Es wollen so viele Wagenbetreiber dabei sein, dass der Organisator einen Anmeldestopp aussprechen musste.
„Wir freuen uns schon sehr auf den Start“, erklärt Philipp Siefert im Gespräch mit unserer Redaktion. Seit Jahren veranstaltet der „Blumenhäfele“-Gründer das Food-Truck-Festival im Ettenheimer Gewerbegebiet Radackern, das von Freitag bis Sonntag, 12. bis 14. September, erneut zum Ort der kulinarischen Vielfalt wird. „Es kommen Trucks aus dem ganzen Bundesgebiet“, gibt er einen Einblick. So habe sich bereits ein Zwölf-Meter-Wagen angemeldet, der aus dem Unterallgäu anreist, um in Ettenheim Burger zu servieren. „Aber auch das Kinzigtal ist vertreten. Insgesamt werden 15 Speisewagen kommen“, so Siefert. Dabei werden die Besucher auch in diesem Jahr auf eine kulinarische Weltreise geschickt: von Südamerika bis Afrika bis hin zu asiatischen Spezialitäten ist alles vertreten, verspricht der Organisator.
„Nach circa vier Wochen gab es einen Anmeldeschluss. Die Anfragen waren überfüllt“, berichtet Siefert von dem regen Interesse der Food-Truck-Betreiber. „Wir könnten die Formatgrößer locker verdoppeln, aber irgendwann ist die Grenze erreicht“, begründet er. Damit meint er nicht nur die begrenzten Parkplätze und die Stromkapazität – immerhin benötigt jeder Wagen genügend Energie, um die jeweiligen Öfen, Grills und Kühlbehälter am Laufen zu halten.
40-Tonnen-Lastwagen und Straßenblockaden sperren die Durchfahrten ab
Er meint die Anzahl der Wagen. „Wir wollen nicht, dass die gute Stimmung kippt. Viele Anbieter leben davon und reisen das ganze Jahr durchs Land. Da muss man sensibel sein, wen man aussucht.“ Zumal nicht jeder Anbieter den Anspruch Sieferts erfülle. „Jeder kann einen Burger zubereiten und anbieten. Das reicht jedoch nicht. Wir suchen Leute, die das Ganze leben und Wert auf Authentizität und Kreativität legen.“ So werde es in diesem Jahr etwa das erste Mal frittierte Zimtwürfel geben. „Da bin ich selbst sehr gespannt. Die gehen auch, wenn man schon satt ist“, sagt er lachend.
Ebenfalls zum ersten Mal werden Tanzgruppen auftreten, die neben dem kulinarischen Angebot einen weiteren Höhepunkt setzen sollen. Ergänzt wird das Ganze wieder durch den verkaufsoffenen Sonntag, an dem rund 15 Geschäfte im Radackern ihre Türen für Besucher öffnen. Im vergangenen Jahr feierten dort zwei Unternehmen ihre Jubiläen mit besonderen Angeboten. Das ist in diesem Jahr nicht der Fall. Befürchtungen, dass dadurch der große Besucheransturm ausbleibt, hat Siefert keine – im Gegenteil. „Das hat uns damals einen guten Schub gegeben und unsere Bekanntheit gesteigert. Viele fragen mich bereits, wann die Veranstaltung stattfindet. Generell haben wir jedes Jahr stetig steigende Besucherzahlen“, freut sich der Organisator. Zudem rühre man auch in Frankreich durch eine Flyer-Aktion die Werbetrommel.
Ausführliches Sicherheitskonzept darf nicht fehlen
Damit die Gäste bedenkenlos über das Festivalgelände flanieren können, hat Siefert auch in diesem Jahr ein Sicherheitskonzept auf die Beine gestellt. „Das ist heutzutage leider ein wichtiges Thema, das man sich nicht einfach weghoffen kann“, sagt er. So werden alle Aus- und Einfahrten mit großen Blockaden, vier 40-Tonnen-Lastwagen und mehreren Abschleppwagen abgesperrt. „Wenn trotzdem etwas passieren sollte, kann man die Durchfahrten innerhalb weniger Minuten räumen“, beschreibt Siefert und betont: „Alles ist mit der Stadt abgesprochen.“
Alles sei in trockenen Tüchern. „Die technischen Vorbereitungen sind bereits abgeschlossen. Es werden wieder mehrere Kilometer Kabel verlegt.“ Demnach sei die Vorfreude weit größer als der organisatorische Stress: „Ich bin total entspannt.“