Auf diesem Areal soll eine riesige PV-Anlage entstehen. Foto: Marc Eich

Zu der geplanten großflächigen PV-Anlage im Zentralbereich von VS schreibt unser Leser Hermann Krafft.

Im Zentralbereich von VS, nördlich der B 33, soll eine annähernd 50 Hektar große Photovoltaik-Freiflächenanlage (PV-FFA) entstehen.

 

Schon jetzt ist darauf hinzuweisen, dass eine solche Anlage allein, ohne zusätzliche Maßnahmen, noch keinen ökologischen Mehrwert darstellt, auch wenn sie erneuerbare Energie für Tausende von Haushalten liefert.

Es müssen folgende Maßnahmen hinzukommen: Die Bemühungen um den erwünschten und nötigen Bau von Photovoltaik-Anlagen auf Dächern und versiegelten Flächen müssen gleichzeitig verstärkt werden. Parallel zur Umzäunung der PV-FFA muss eine naturnahe Bepflanzung mit heimischen Stauden und Sträuchern erfolgen. Kleinbiotope sind aufzubauen, unter anderem Stein- und Totholzhaufen, mehrjährige Blühflächen, Rohbodenflächen.

Landwirtschaft muss möglich sein

Eine landwirtschaftliche Nutzung in extensiver Form ohne Kunstdünger und Pestizide muss möglich sein, am besten durch bifaciale Vertikal-PV-Anlagen mit ausreichend Abstand in Nord-Süd-Richtung, die vormittags und nachmittags besonders solar-ertragreich sind. Bei Schafbeweidung ist darauf zu achten, dass die Beweidung abschnittsweise und nicht zu intensiv erfolgt. Landwirtschaftliche Betriebe dürfen in der Existenz nicht gefährdet werden: Der Weiterbau der B 523 als weitere Belastung für die Landwirtschaft muss unterbleiben.

Hermann Krafft, Villingen-Schwenningen

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