Die Freude der Wild Wings über den 5:2-Heimsieg gegen Straubing währte nur kurz. Foto: Sigwart

Der Tag danach. Die Freude der Wild Wings über den 5:2-Heimsieg gegen Straubing währte nur kurz. Es gibt personell zwei Hiobsbotschaften.

Sowohl Niclas Burström als auch Tyson Spink drohen mehrere Wochen lang auszufallen. Zwar konnte bei Tyson Spink ein Bruch ausgeschlossenen werden, doch wie schnell sich die Muskulatur nach einem Zweikampf mit Stockkontakt erholt, ist schwer zu prognostizieren. Eine oder mehrere Wochen Ausfall scheinen da im Bereich des Möglichen zu liegen.

Niclas Burström, der zuletzt immer mehr überzeugte, hat sich eine Handfraktur zugezogen und fällt sicher länger aus.

Kapitän Travis Turnbull, der ebenfalls gegen Straubing vorzeitig vom Eis musste, wird hingegen glücklicherweise am Wochenende wieder ins Spielgeschehen eingreifen können.

Nachverpflichtungen sind möglich

"Mit den Ausfällen schlucken wir eine absolut bittere Pille, aber wir müssen jetzt erstmal versuchen das zu kompensieren und hoffen natürlich, dass John Ramage am Wochenende wieder zur Verfügung steht", so eine Stellungnahme von Sportdirektor und Trainer Christof Kreutzer am Mittwochnachmittag. Nachverpflichtungen, so Kreutzer weiter, liegen aufgrund der Ausfälle nun im Bereich des möglichen. Am Freitag geht es für die Wild Wings in Nürnberg weiter.

Christof Kreutzer lobt den Teamgeist

Doch noch einmal zurück zum 5:2-Sieg gegen Straubing. Christof Kreutzer zeigte sich nach dem dritten Sieg in Folge erneut begeistert von seinem Team. "Wir hatten ja auch schwierige Phasen gegen Straubing, aber jeder kämpft für jeden in der Mannschaft. Es war – wie gegen Düsseldorf und Wolfsburg – wieder eine kompakte Mannschaftsleistung. Wir haben unsere Tore zu günstigen Zeitpunkten erzielt. Die Jungs haben, als es mit dem 3:2 eng wurde, dann im letzten Drittel einen Weg zum Sieg gefunden. Und so ein Erfolgserlebnis wird ihnen zusätzliches Selbstvertrauen geben."

Johannes Huß – ein Mann des Abends

Ein Mann des Abends im Schwenninger Trikot war auch Verteidiger Johannes Huß, der erstmals in seiner Karriere ein Tore-Doppelpack schnürte. Seit 29 Spielen – saisonübergreifend – traf der Nationalspieler erstmals wieder und durfte sich nach seinem zweiten Treffer auf der Gratulationstour kurzzeitig auch manche Frotzelei von seinen Teamkollegen an. Nach dem Schlusszeichen strahlte Johannes Huß: "Das fühlt sich heute alles extrem gut an. Wir haben es zwischenzeitlich gegen Straubing noch einmal spannend gemacht, aber das Spiel dann doch letztendlich gut runtergerissen. Es war unser drittes Spiel in fünf Tagen, das geht dann zwischenzeitlich auch schon einmal an die Substanz."

Wird der Abstieg noch einmal ausgesetzt?

Neben der aktuellen coronabedingten Zuschauerreduzierung tauschen sich die DEL-Gesellschafter in dieser Woche auch wieder über das Thema "Auf- und Abstiegsregelung in dieser Saison" aus. Zuletzt mehrten sich die Stimmen von Klub-Verantwortlichen in der DEL, aufgrund der Corona-Problematik und den noch möglichen Spielabsagen auch in diesem Spieljahr den Abstieg auszusetzen.