Die erste Gmond im Bürgersaal in Riedöschingen stößt auf reges Interesse bei der Bevölkerung. Foto: Conny Hahn

Die erste Gmond in Riedöschingen fand vor vollem Haus statt. Bauprojekte und Dorfentwicklung wurden thematisiert. Für den Winterdienst gibt es ausdrücklich Lob.

Die erste Gmond in der Riedöschinger Grundschule war sehr gut besucht. Ortsvorsteher Rainer Linke freute sich über den Besucherrekord im voll besetzten Bürgersaal.

 

In seinem Rückblick nannte er den zweiten Bauabschnitt der Sanierung der Ortsdurchfahrt samt erfolgreichem Kompromiss der Versetzung des Martinsbrunnens sowie die Bauarbeiten zur Abwasserbeseitigung auf den Schabelhöfen als wegweisend. Zudem sorgten Aktionen wie der gemeinsame Dorfputz, das Herbstfest als Ersatz für das Isidori-Dorffest sowie der Seniorennachmittag für ein gutes Miteinander.

Für das aktuelle Jahr steht die Fortführung der Arbeiten des zweiten Bauabschnitts der Ortsdurchfahrt an, sobald die Frostperiode vorüber ist. Handlungsbedarf bestehe auch bei der Brücke Im Löh in Richtung Kommingen, die durch die verstärkte Nutzung während der Bauphase in der Ortsmitte stark abgesackt sei.

Dasselbe gilt für die Verbindungsstraße zwischen den Schabelhöfen und den Homberger Höfen, die noch in diesem Jahr repariert werden soll, bevor der Musikverein vom 14. bis 18. Mai sein 125-jähriges Bestehen mit Bezirksmusikfest auf den Schabelhöfen feiert. Im Juli steht noch ein weiteres Jubiläumsfest an: Die Feuerwehr feiert ihr 100-jähriges Bestehen am 4. und 5. Juli rund um das Rathaus.

Finanzielle Sorgen

Bürgermeister Markus Keller ging auf die angespannte Haushaltslage ein, da die Kommunen immer mehr Aufgaben von Bund und Ländern finanzieren müssten. Das den Kommunen zugesagte Sondervermögen soll zeitnah in konkrete, notwendige Investitionen fließen.

Um die Maßnahmen nach Dringlichkeit zu priorisieren, gibt es eine Klausurtagung. Im Fokus stehen die Bereiche Bildung und Betreuung, die allen Kindern und Jugendlichen der Gesamtstadt vergleichbare gute Bedingungen bieten sollen.

Gespräche zum Kindergarten

Im Hinblick auf den örtlichen Kindergarten, bei dem umfassende Sanierungsmaßnahmen anstehen, liefen Gespräche mit der katholischen Trägerschaft hinsichtlich einer möglichen Übernahme durch die Stadt, so Keller. Auch das gesamtstädtische Gebäudekonzept spiele eine wichtige Rolle. Für die Mehrzweckhallen und Gemeinschaftshäuser bedeute dies eine sukzessive Sanierung mit Augenmaß, bei der auch einzelne Maßnahmen in verschiedenen Orten parallel laufen können. Abschließend rief Keller dazu auf, bei der am Sonntag, 8. März, anstehenden Landtagswahl vom Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Verweis auf LED

Aus der Bevölkerung kam neben viel Lob für den Winterdienst die Anregung, die Straßenbeleuchtung nachts zeitweise auszustellen, um Kosten zu sparen. Markus Keller erläuterte, dass die Umstellung auf LED die Kosten bereits wesentlich reduziert habe und eine neue, dafür notwendige Steuerung teurer wäre als die dadurch ermöglichten Einsparungen. Die Straßenzüge, die noch nicht auf LED umgestellt seien, wie etwa der Hummelberg, sollen sukzessive folgen.

Auf die Nachfrage zum neuen Mobilfunkmasten erklärte Rainer Linke, dass dieser erst nach Abschluss des zweiten Bauabschnitts der Ortsdurchfahrt mit Strom versorgt werden und den Betrieb aufnehmen könne.

Stadtrat Hermann Zorbach rief dazu auf, die Bürgerinitiative und Petition zur Ortsumfahrung Randen zu unterstützen. Bei einem Stehempfang klang die erste öffentliche Ortschaftsratssitzung gemütlich aus.

Wechsel im Ehrenamt

Willy Scheyer hört auf
 Riedöschingen hat einen neuen Ortsbildpfleger. Nach elf Jahren vorbildlichem Einsatz wurde Willy Scheyer in den Ruhestand verabschiedet und erhielt von Bürgermeister Markus Keller und Ortsvorsteher Rainer Linke einen Präsentkorb sowie einen Gutschein.

Der Nachfolger
Sein Nachfolger ab sofort ist Ingfried Rothermund .