Und los geht es: 1780 Radsportler nahmen beim Riderman die verschiedenen Strecken in Angriff. Foto: Fotos: Kaletta

Beste Stimmung herrschte drei Tage lang in der ­Kurstadt. Endlich gab es wieder eine Großveranstaltung, die Besucherscharen nach Bad Dürrheim lockte: die 21. Auflage des Rider-Mans, eines der renommierten Jedermann-Radrennen.

Bad Dürrheim - 20 Nationen machten sich an den Start, die Radsportler kamen aus ganz Deutschland, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz. Dies war auch erfreulich für die Beherbergungsbetriebe in der Kur­stadt, in der nahezu alle Betten ausgebucht waren. Viele Teilnehmer mussten zum Übernachten auf Nachbargemeinden ausweichen.

Vom Organisationsteam war alles bestens vorbereitet. 60 Begleitfahrzeuge – Autos und Transporter – waren im Einsatz, 60 Motorradfahrer als Begleiter unterwegs. Benötigt wurden 1000 Meter Absperr- und Beschilderungsmaterial mit einem Gesamtgewicht von 20 Tonnen, 750 Personen waren als Streckenposten im Einsatz. "Es sind meistens Mitglieder von Vereinen und von den Feuerwehren", sagte Mitorganisator Kai Sauser. 150 Leute wurden für die interne Organisation benötigt. Viele von ihnen so Sauser, kommen schon seit 20 Jahren, sie bringen Freunde und Bekannte mit. Insgesamt gab es 1780 eingetragene Starts. Am vergangenen Freitag mit 580 Teilnehmern, am Samstag 470 und am Sonntag 680 Radsportler. Mit 80 Damen war die Bundesliga der Radrennfrauen vertreten.

Rückgang von 40 Prozent

Im Vergleich den vorherigen Rider-Man-Veranstaltungen sei ein Rückgang von 40 Prozent zu verzeichnen. Das sei zu einem daran gelegen, dass es zeitgleich ähnliche Veranstaltungen in Frankfurt und in Österreich gab. Aber auch durch private Veranstaltungen, die wegen Corona monatelang verschoben worden seien, habe es weniger Teilnehmer gegeben. Viele seien auch verunsichert gewesen, ob der Riderman überhaupt über die Bühne gehen kann. "Es ist einfach toll, dass es in diesem Jahr wieder geklappt hat nachdem es vor einem Jahr ausfallen musste", freute sich auch Kurgeschäftsführer Markus Spettel. Es sei einfach schön, so viele Gäste in der Kurstadt zu haben. Zeitweise habe man befürchtet, dass die Zahl wegen Corona geringer ausfallen muss.

Lesen Sie auch: Am Ende entscheiden in Bad Dürrheim Bonussekunden

Ewas anders als üblich wurde die Rennstrecke geführt. Der Vivida-BKK-Family-Cup, der mit 30 Personen unterwegs war, fuhr knapp 30 Kilometer über die Scheffel- und die Karlsstraße nach Hochemmingen, Tuningen, Schura und Trossingen und zurück ans Ziel über Sunthausen und Hochemmingen. Am Samstag ging es für die Teilnehmer vorbei am Kirnbergsee, durch Bräunlingen, nach Donaueschingen und zurück nach Bad Dürrheim. Am Sonntag galt es, 100 Kilometer abzustrampeln und dabei 1000 Höhenmeter zu überwinden.

Rennverlauf per Livestream übertragen

Auf einer 16 Quadratmeter großen LED-Leinwand konnten die Zuschauer den Rennverlauf per Livestream verfolgen. Aufgenommen wurde er vom Tross der Motorradfahrer und einem Helikopter. Für die Besucher war es auch interessant festzustellen, in welchem Ort die Rennradler gerade durchfuhren. Die Bewirtung übernahmen mehrere Vereine beim Busbahnhof auf dem Großraumparkplatz.

Traditionsgemäß ist der Riderman seit 20 Jahren stets am letzten Wochenende im September. In diesem Jahr war er wegen der Bundestagswahl am 26. September eine Woche früher. Fest steht bereits der Termin für 2022: vom 23. bis zum 25. September.